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Neue Feuer- und Rettungswache : Die Alarmierung soll besser werden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Feuerwehrleute könnten vor dem Einsatz über Bildschirme optische Zusatzinformationen erhalten. Der Innenausbau im Gefahrenabwehrzentrum am Hansaring läuft.

shz.de von
erstellt am 06.Jan.2014 | 04:00 Uhr

Auch wenn es in den vergangenen Tagen wegen der Betriebsferien vieler Handwerker etwas ruhiger im Gefahrenabwehrzentrum (Gaz) war: Die neue Feuer- und Rettungswache nimmt weiter Formen an. Mittlerweile hat der Innenausbau begonnen. Die meisten Fenster und Türen sind montiert, die großen Fahrzeughallen-Tore sollen bis Ende des Monats eingesetzt sein. „Die Arbeiten liegen voll im Zeitplan“, sagt Rainer Scheele, stellvertretender Chef der Berufsfeuerwehr, beim Rundgang mit dem Courier über die Baustelle. Im Herbst will er mit seinen Kollegen den 6700 Quadratmeter großen Komplex in Betrieb nehmen. Und dann soll auch die Alarmierung der Einsatzkräfte optimiert werden. Erste Gedankenspiele gibt es schon.

Bisher erhalten die Feuerwehrleute beim Alarm ausschließlich akustische Informationen zum bevorstehenden Einsatz über Lautsprecher. Der Disponent aus der Leitstelle, der den Notruf entgegengenommen hat, teilt mit, wo es brennt oder der Unfall passiert ist und was die Helfer erwartet. Da diese Dinge verständlich und klar formuliert werden müssen, vergeht eine gewisse Zeit. In der neuen Wache könnten künftig zusätzlich Bildschirme zeitgleich mit der Durchsage den Einsatzort und weitere wichtige Details anzeigen, etwa ob und wie viele Menschen in Gefahr sind oder welches technische Gerät nötig ist. „Es geht letztlich um Sekunden, aber wir sind immer bestrebt, besser zu werden“, sagt Scheele. Das Projekt habe nach dem Einzug in die Wache oberste Priorität.

Doch erstmal steht nun die logistische Herausforderung des Umzugs von der Wittorfer Straße ins Gaz an. Soviel Material wie möglich soll übernommen werden. „Wir wollen die Kosten nicht in die Höhe treiben“, betont Scheele. Insgesamt 13,3 Millionen Euro sind für den Neubau veranschlagt, der laut Scheele „ein Zweckbau ohne unnötigen Schnickschnack“ wird. Zwar wirke das Gebäude im ersten Moment allein durch seine Ausmaße pompös, doch die Größe entspreche den Normen und den Vorgaben der Versicherungen. Endlich könnten auch alle Fahrzeuge vernünftig gestellt werden. „In der Wittorfer Straße müssen die Spiegel eingeklappt werden, damit der Löschzug überhaupt in die Halle passt. In anderen Gebäuden stehen die Fahrzeuge hintereinander, das sind keine haltbaren Zustände mehr“, sagt der Vize-Feuerwehr-Chef.

Deutlich verbessert wird auch die Aufenthaltssituation für die Mitarbeiter. Sozial- und Umkleideräume sowie Sanitäreinrichtungen sind in ausreichender Zahl und erstmals nach Geschlecht getrennt vorhanden – denn mittlerweile sind auch zwei Feuerwehrfrauen im Dienst. In einem eigenen kleinen Fitness-Studio sowie auf einem Beach-Volleyball-Feld auf dem Gelände können sich die Beamten in den Pausen fit halten. Herzstück des Gebäudes wird die neue Übungsstrecke, die je nach Anforderung umgebaut und vergrößert werden kann.

Auch zwei alte ehemalige Kasernengebäude auf dem Gelände neben der neuen Wache würde die Feuerwehr gerne nutzen. „Das könnten Dienstwohnungen werden“, sagt Scheele. Eine Anfrage an die Bauverwaltung sei gestellt worden.

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