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Feuer in der Tiefgarage : Dichte Qualmwolken treiben Anwohner ins Freie

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Brennender Plastikmüll im Keller vernebelte den kompletten Wohnblock. Brandstiftung nicht ausgeschlossen.

von
erstellt am 11.Dez.2013 | 05:15 Uhr

Großeinsatz für Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei: Ein Brand in einer großen Tiefgarage unter einer Wohnanlage an der Schützenstraße hat am Montagabend rund 60 Einsatzkräfte stundenlang beschäftigt und einer großen Zahl von Anwohnern einen gehörigen Schreck sowie einen längeren, unfreiwilligen Aufenthalt im Freien beschert.

Zwar waren es „nur“ zwei große Müllcontainer, die aus noch nicht geklärten Gründen in Flammen standen, doch weil sehr viel Plastik verbrannte, kam es zu einer enormen Qualmentwicklung. Alle Treppenhäuser der beiden Gebäude, die den Wohnkomplex zwischen Schützenstraße und Schleusaubrücke mit seinen über 50 Mietparteien bilden, waren innerhalb von kürzester Zeit verraucht.

Weil mehrere Kellertüren zur Tiefgarage offenstanden, wurde das noch beschleunigt. Oberste Priorität für die Feuerwehr hatte es, die betroffenen Bereiche abzusuchen und zu evakuieren. Parallel kämpften sich Trupps unter schwerem Atemschutz zum eigentlichen Brandherd vor.

Zusätzlich zur Berufsfeuerwehr waren die freiwilligen Wehren Stadtmitte und Wittorf vor Ort.
Dutzende Anwohner versammelten sich im Nieselregen auf dem Innenhof der Wohnanlage. Zwei Rettungswagen standen bereit und gaben Müttern mit Säuglingen ein Obdach.

Die Polizei hatte den Bereich weiträumig abgesperrt und forderte die Nachbarschaft – unter anderem auch viele Bewohner des gegenüberliegenden Seniorenheims Haus Schleusberg – auf, die Fenster zu schließen, um nicht durch die beißenden Qualmschwaden gefährdet zu werden.

Während das eigentliche Feuer schnell gelöscht war, erwies es sich als sehr viel schwieriger, den betroffenen Bereich wieder rauchfrei zu bekommen. Dazu wurden mehrere Hochdrucklüfter platziert. Mehr als eine Stunde lang waberten große Qualmschwaden aus der Tiefgarage und den Kellerniedergängen über das Areal – eine teilweise recht gespenstische Szenerie, die manchen an die Atmosphäre der legendären Edgar-Wallace-Krimis erinnerte...

Am Ende konnte in jeder Beziehung wieder aufgeatmet werden: Menschen waren nicht ernsthaft zu Schaden gekommen und alle Mieter konnten nach gut zwei Stunden wieder in ihre Wohnungen zurückkehren.

Die Schadenshöhe steht noch nicht fest. Die Ermittlungen der Polizei zur Brandursache dauern an. Sie will auch Brandstiftung nicht ausschließen. Die Schützenstraße wurde für die Dauer des Feuerwehreinsatzes zwischen Schleusberg und Mühlenhof für rund zwei Stunden gesperrt.

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