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Diakonie will mehr Geld für Familienberatung

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Vertrag mit dem Beratungszentrum soll angepasst werden / Kleine Anfrage zu Vormündern / Kita-Personalschlüssel auf dem Prüfstand

von
erstellt am 19.Mär.2015 | 13:18 Uhr

Ihre Arbeit läuft eher im Verborgenen, aber sie ist offensichtlich effektiv. Seit fast 40 Jahren können sich Eltern, Kinder, Ehepartner oder Schüler Rat und Hilfe im BZM holen. Psychologen und Sozialpädagogen des Beratungszentrums Mittelholstein leisten Hilfe bei Partner- und Erziehungsproblemen oder anderen Lebenskrisen.

Ein wichtiger Eckpfeiler in der Familienhilfe der Stadt, die allerdings auch ihren Preis hat: 400 000 Euro überweist die Stadt jährlich an das von der Diakonie Altholstein getragene Beratungszentrum, davon 315  000 Euro für Personalkosten. Auf Drängen der Diakonie soll der seit sieben Jahren festgeschriebene Satz jetzt angepasst werden.

Laut Diakonie sind die Personalkosten für den Beratungsdienst seit der letzen Festschreibung 2008 um knapp 13 Prozent gestiegen. Die Stadt hat sich mit dem Träger jetzt auf eine Anhebung der Zuschüsse um 10 Prozent auf dann 440 000 Euro verständigt und schlägt darüber hinaus vor, den Personalkostenanteil ab 2016 um jährlich 2 Prozent anzuheben, um einen fairen Lastenausgleich zu schaffen. Über den Vertragsentwurf entscheidet der Jugendhilfeausschuss in seiner Sitzung am kommenden Dienstag, 24. März.

Esther Hartmann (BFB) unternimmt in derselben Sitzung einen neuen Anlauf, die personelle Besetzung des Allgemeinen Sozialen Dienstes (ASD) zu hinterfragen. Per Dringlichkeitsantrag hatte ihre Fraktion erst in der letzen Ratsversammlung drei neue Stellen durchgesetzt, um vor allem der dramatisch steigenden Zahl minderjähriger Flüchtlinge besser Herr zu werden (der Courier berichtete).

Möglicherweise reicht das aber längst noch nicht aus. Esther Hartmann verweist auf veränderte Regeln im Vormundschafts- und Betreuungsrecht. Danach soll ein amtlicher Vormund nur noch für bis zu 50 Mündel zuständig sein, um sich besser um den Einzelfall kümmern zu können. Die BFB-Ratsfrau will mit einer kleinen Anfrage klären, inwieweit die Stadt die neue Gesetzeslage umgesetzt hat oder bei bestehendem Personal überhaupt umsetzen kann.

Vor dem Hintergrund neuer Betreuungsangebote und erweiterter Aufgaben in den städtischen Kitas stellt der Jugendhilfeausschuss jetzt erstmals auch den Personalschlüssel für die städtischen Kindertagesstätten auf den Prüfstand.

Der Ausschuss tagt am Dienstag, 24. März ,ab 18 Uhr in den Räumen des Ausbildungsverbundes an der Rintelenstraße 61. Die Sitzung ist öffentlich.

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