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Jugendbegegnungsstätte : DFB bleibt weg: KSV müsste in Lenste investieren

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Zeichen, dass der Deutsche Fußballbund seine Ferienfreizeiten wieder aufleben lässt, stehen schlecht

Lenste | Zurzeit gibt es keine Signale, dass der Deutsche Fußballbund (DFB) seine Ferienfreizeiten in der Jugendbegegnungsstätte des Kreissportverbands Neumünster am Lensterstrand bei Grömitz wieder aufleben lässt. Das sagte der langjährige Leiter der DFB-Freizeiten, Klaus Heise, zum Courier.

Heise ist zurzeit mit einer Gruppe des Fußball- und Leichtathletikverbands Westfalen in Lenste. „Mit dieser Gruppe fahre ich auch weiter nach Lenste. Ich fühle mich hier wohl“, sagte Heise, der seit 35 Jahren regelmäßiger Gast in der Begegnungsstätte des KSV ist. Das war seit 1993 auch die DFB-Stiftung Egidius Braun. Sie finanzierte die Fußballfreizeiten für die 11- bis 13-jährigen Nachwuchskicker aus allen DFB-Landesverbänden in Lenste. Im Dezember 2013 kam dann die überraschende Absage für dieses Jahr. Der KSV verlor auf einen Schlag rund 4000 fest eingeplante Kunden (der Courier berichtete). „Das war sehr kurzfristig und sehr unglücklich“, sagte Lenste-Leiter Torsten Höppner vom KSV.

Klaus Heise nannte noch einmal die Gründe: „Das Geld für Lenste ist nicht mehr da.“ Die Egidius-Braun-Stiftung finanziert sich durch ein alle zwei Jahre ausgetragenes Benefizspiel der deutschen Fußballnationalmannschaft. Doch die Einnahmen daraus werden jetzt anders auf die DFB-Stiftungen verteilt. Heise: „Es mussten 500 000 Euro eingespart werden.“

Das Projekt der Fußballfreizeiten werde weitergeführt, aber nur noch auf der Ebene der Landesverbände. Die Maßnahmen im Norden finden aber nur noch im Uwe-Seeler-Sportpark in Bad Malente statt. „Die Kriterien, die gegen Lenste und für Malente sprachen, sind der Rasen- und Kunstrasenplatz dort. Es gibt in Malente zudem eine Kunstrasenhalle, und wir haben die Sportschule für uns allein“, sagte Heise. In Lenste gebe es nur eine kleine Halle. Er hätte gerne den Zeltlagercharakter beibehalten. Die Lage direkt am Strand sei 1a. Heise: „Aber es müsste baulich viel getan werden am Lensterstrand. Es gibt verwöhnte Kinder, die mehr Komfort haben wollen.“ Daran hapert es in Lenste. Sanitäranlagen und die Küche seien renovierungsbedürftig. Das dürfte dem KSV ohne den zahlungskräftigen Kunden DFB aber noch schwerer fallen als vorher.

 

 

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erstellt am 15.Aug.2014 | 12:00 Uhr

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