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Pestalozzischule : Deutsch als Zweitsprache jetzt auch in Tungendorf

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Pestalozzischule ist jetzt die dritte Grundschule für Kinder, die Deutsch erst lernen müssen.

Neumünster | Bogdan (8), Jonatan (10) und seine Schwester Catalina (7) sind wissbegierig und machen schnell Fortschritte in der fremden Sprache. Die drei Kinder aus Rumänien gehören zu den ersten acht Schülern, die an der Pestalozzischule jetzt Deutsch als Zweitsprache (Daz) lernen.

Die Grundschule in Tungendorf mit ihrem auslaufenden Regionalschulteil ist seit Anfang Februar neben der Vicelinschule (79 Daz-Schüler) und der Mühlenhofschule (40 Schüler) das dritte Daz-Zentrum für den Grundschulbereich in Neumünster. Als weiterführende Schule ist die Helene-Lange-Schule mit 147 Schülern ein Daz-Zentrum; entsprechende Klassen gibt es auch an den drei beruflichen Schulen.

Die Entscheidung für die Pestalozzischule fiel nach Angaben von Schulrat Jan Stargardt in enger Abstimmung mit der Stadt als Schulträger. Aufgrund des auslaufenden Regionalschulteils gibt es dort freie Räume. „Zudem scheint es mir sinnvoll zu sein, nicht ein weiteres Daz-Zentrum in der Innenstadt und damit in einer ,Brennpunktschule‘ zu machen“, sagte Stargardt und lobte das große Engagement der Schulgemeinschaft an der Pestalozzischule.

Dort ist Elena Firus als neue Daz-Lehrerin eingestellt worden. Mit Nadja Rzepka als Springerin hat Stargardt eine weitere Lehrerin an die Schule abgeordnet. Christiane Mews, bislang schon Daz-Beauftragte an der Schule, und Mareile Stöckel unterstützen das Team. „Eine Mutter will sich ehrenamtlich engagieren, und Schüler aus den Klassen 8 und 9 helfen“, sagte Elena Firus.

Das Daz-Zentrum ist vorerst im Souterrain angesiedelt. Früher war dort die Betreute Grundschule. „Wir haben in einem Elternbrief um Spenden gebeten, etwa Bilderbücher oder Memory-Spiele“, sagte die Schulleiterin Christine Harder. Im Unterricht wird viel mit solchen Fibeln, aber auch Musik und Liedern gearbeitet. „Feste Strukturen, etwa ein Begrüßungslied, sind ganz wichtig, um Orientierung zu geben“, sagte Christine Harder und berichtete von der Idee, an der Schule eine Art Patensystem aufzubauen. Harder: „Die Tungendorfer Grundschüler möchten helfen und sich um ihre neuen Schulkameraden kümmern. Wir müssen da fast schon etwas bremsen.“ Elena Firus ist für jede Hilfe dankbar. Und sie ist erstaunt, wie schnell die Kinder lernen. „Am Anfang konnten manche nur ihren Namen schreiben, aber nach einer Woche schaffen sie schon einen einfachen, aber vollständigen Satz“, sagte sie.

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erstellt am 23.Feb.2016 | 15:00 Uhr

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