Arbeitsmarkt : Deutlich weniger Arbeitslose als vor einem Jahr

In der Arbeitsagentur an der Wittorfer Straße geht Jens-Peter Stahl von einem weiter robusten Arbeitsmarkt aus.
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In der Arbeitsagentur an der Wittorfer Straße geht Jens-Peter Stahl von einem weiter robusten Arbeitsmarkt aus.

Die Zahl der Arbeitslosen ist im Juli saisonüblich gestiegen, liegt aber deutlich unter der des Vorjahres.

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31. Juli 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Im Juli ist die Zahl der Arbeitslosen in Neumünster gestiegen. Doch das ist ein jährlich wiederkehrender saisonaler Effekt. Zum Ende ihrer Schul- oder Ausbildungszeit melden sich viele junge Menschen, die einen Ausbildungs- oder einen Arbeitsplatz suchen, arbeitslos. Viele Unternehmen treffen Personalentscheidungen erst nach den Sommerferien“, sagt Jens-Peter Stahl, der stellvertretende Leiter der Agentur für Arbeit Neumünster.

So waren Ende Juli im Agenturbezirk, der die Stadt Neumünster und den Kreis Rendsburg-Eckernförde umfasst, knapp 11400 Menschen arbeitslos gemeldet. Das sind gut 300 mehr als im Juni, aber 750 weniger als ein Jahr zuvor. Die Arbeitslosenquote liegt aktuell bei 6,4 Prozent. Im Juni lag sie bei 6,2 Prozent, vor einem Jahr bei 6,8 Prozent.

In Neumünster sind zurzeit 4250 Arbeitslose registriert. Das sind 120 mehr als im Juni und 260 weniger als im Juli 2014. Die Arbeitslosenquote in der Stadt beträgt nun 10,3 Prozent – nach 10 Prozent im Juni, aber 11,1 Prozent vor Jahresfrist.

Der deutliche Rückgang der Arbeitslosenzahl gegenüber dem Juli des Vorjahres zeige, „dass der Arbeitsmarkt in unserer Region weiter in einer sehr guten Verfassung ist“, sagte Jens-Peter Stahl. „Die Nachfrage nach Arbeitskräften bewegt sich weiter auf einem hohen Niveau“, so Stahl. So wurden dem Arbeitgeberservice von Agentur und Jobcenter seit Jahresbeginn 5500 sozialversicherungspflichtige Arbeitsstellen gemeldet. Das sind fast 300 mehr als im Vorjahreszeitraum. Im verarbeitenden Gewerbe stieg der Zugang an Stellenangeboten um 32,5 Prozent, im Einzelhandel gar um 36 Prozent.

Die Zahl der Bewerber für Ausbildungsstellen ging dagegen um fast 9 Prozent auf 1990 zurück. 660 unversorgten Bewerbern stehen derzeit noch 570 freie Ausbildungsstellen gegenüber. „Jugendliche können immer noch eine Ausbildungsstelle finden. Sie sollten allerdings durchaus für berufliche Alternativen offen sein“, sagte Jens-Peter Stahl.

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