Wasbek : Detlef Glüsing ist der Tempo-Beauftragte

Detlef Glüsing betreut seit März ehrenamtlich das Wasbeker Geschwindigkeitsmessgerät.
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Detlef Glüsing betreut seit März ehrenamtlich das Wasbeker Geschwindigkeitsmessgerät.

Gemeinsam mit Jan Schwill stellt er das Geschwindigkeitsmessgerät an verschiedenen Stellen in Wasbek auf. Die Anzeige sensibilisiert die Autofahrer.

shz.de von
30. Juli 2015, 07:45 Uhr

Wasbek | Seit einigen Monaten werden die Verkehrsteilnehmer in Wasbek mit einem lachenden „Smiley“ belohnt. Der erscheint bei vorschriftsmäßiger Fahrweise als lachendes Gesicht auf der Anzeige des von der Gemeinde finanzierten Geschwindigkeitsmessgerätes. Verantwortlich für den Auf- und Abbau der Messstation ist Detlef Glüsing, der diese Aufgabe seit März mit der Unterstützung von Jan Schwill ehrenamtlich übernommen hat.

Sozusagen als örtlicher Tempo-Beauftragter hat sich der IT-Administrator in die Technik der Anlage eingearbeitet und sorgt nun dafür, dass das Gerät an wechselnden Straßen für Aufmerksamkeit sorgt.

„Es ist mir ein persönliches Anliegen, dass hier mit Anstand gefahren wird. Die Anlage sorgt für Aufmerksamkeit. Das finde ich wichtig. Denn zu schnelles Fahren ist ja in der Regel keine Böswilligkeit, sondern geschieht oft in Gedanken“, erklärte Glüsing. Deshalb habe er sich auf den Aushang der Gemeinde hin gemeldet, als ein Betreuer für das Messgerät gesucht wurde.

Festzustellen sei, dass die Leute auf jeden Fall auf die Anzeigetafel schauten und dann in der Regel langsamer führen, sagt Glüsing. „Allerdings reagieren die Autofahrer dabei durchaus unterschiedlich. Manche sind genervt. Aber im Allgemeinen ist mein Eindruck, dass die Bürger das Gerät gut finden. Es soll ja nur sensibilisieren“, berichtet er. Mittlerweile werde er sogar vermehrt von Wasbekern angesprochen, die ihn auf weitere sinnvolle Standorte hinweisen.

„Es gibt allerdings auch schon die eine oder andere kuriose Beobachtung. So kachelte ein Fahrzeug mehrfach am frühen Morgen mit mehr als 100 Sachen durchs Dorf. Aber nach ein paar Tagen war dieser Spuk dann wieder vorbei“, erzählte er.

Die Anschaffungskosten für die Messstation betrugen rund 2500 Euro. Dass sich diese Investition gelohnt hat, davon ist auch Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff (CDU) überzeugt. „Eine gemäßigtere Geschwindigkeit im innerörtlichen Verkehr ist seit dem Einsatz der Smileys merklich feststellbar. Die Gemeinde ist den beiden Ehrenamtlern wirklich dankbar, da sie sich mit großem Elan dieser Aufgabe annehmen“, sagte er. 

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