Holsten-Galerie : Der zweite Riesenkran war schnell zerlegt

Für den Durchgangsverkehr war an der Kaiserstraße zwischen Parkhaus und Baustelle Schluss. Der Platz wurde zum Verladen der großen Kranteile benötigt.
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Für den Durchgangsverkehr war an der Kaiserstraße zwischen Parkhaus und Baustelle Schluss. Der Platz wurde zum Verladen der großen Kranteile benötigt.

Die Demontage ging sehr zügig voran – besseres Wetter und ein kleineres Format als beim ersten Kran. Zweiter Tag der Straßensperrung ist nicht nötig

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04. Februar 2015, 05:00 Uhr

Neumünster | Schon am frühen Morgen standen Schaulustige an der Kaiserstraße oder kraxelten auf das Oberdeck des ECE-Parkhauses, um das Schauspiel zu beobachten oder mit der Handykamera zu dokumentieren. Gestern wurde der zweite Kran auf der ECE-Holsten-Galerie-Baustelle abmontiert – und im Gegensatz zum ersten Kran spielte auch das Wetter mit.

Um 7 Uhr fingen die Kranmonteure der Hamburger Firma Feurig mit ihrem Job an, kletterten auf den Kran Nummer 3, lösten Schrauben und legten Ketten an. Bereits gegen 8.50 Uhr schwebten die ersten schweren Krangewichte am Haken – im dichten Schneetreiben. Vorsichtig und punktgenau platzierte Torsten Gatzke, Kranführer des knallroten 300-Tonnen-Autokrans, die Teile auf die Straße und von dort auf Tieflader. Das Team um Kranmonteur Thomas Junge achtete darauf, dass alles korrekt mit Stahlketten verzurrt wurde, und bugsierte die Gewichte auf die Ladeflächen. Im Gegensatz zum 13. Januar, als Windböen mit bis zu 60 Kilometer drohten, herrschte gestern ruhiges Winterwetter. Gegen 9.30 Uhr hing der etwa 45 Meter lange Ausleger am Haken.

„Dieser Kran ist kleiner als der erste, hat einen kürzeren Ausleger, ein Gegengewicht weniger, und außerdem ist er mit einem Fundament-Anker einbetoniert. Wir mussten also nicht noch 25 Betonklötze à zwei Tonnen vom Fuß hochholen. Der Kran stand auch nicht so weit weg von der Straße“, sagte Junge. Daher wurde die Kabine in einem Stück mit der Spitze herunter gehievt – rund acht Tonnen. Junges Fazit beim Feierabend um 14 Uhr: „Ein unkomplizierter Abbau, es war Platz genug da, die Tieflader waren pünktlich, eine Superaktion.“ Gestern Abend rollte der Autokran von dannen – einen Tag früher als geplant. Die Kaiserstraße ist daher heute wieder frei befahrbar.

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