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Typisierungsaktion : Der Zuspruch ließ deutlich nach

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Rund 100 Teilnehmer ließen sich in der Klaus-Groth-Schule und beim Jugendverband am Wochenende Blut abnehmen / Überwiegend kamen junge Spendewillige

Die Typisierungsaktion für den leukämiekranken Jurij Ljadov (13) wurde auch am Wochenende fortgesetzt. Am Sonnabend konnten sich Spender in der Klaus-Groth-Schule und am Sonntag im Haus des Jugendverbandes Blut abnehmen und in die Kartei der Stefan-Morsch-Stiftung aufnehmen lassen. Der Zuspruch hielt sich jedoch in Grenzen: Mit zusammen rund 100 Teilnehmern wurde nicht annähernd das Ergebnis vom Freitag erreicht, als 313 Schüler sich in der Theodor-Litt-Schule typisieren ließen (der Courier berichtete).

In der Klaus-Groth-Schule ließ sich beispielsweise Lina Schuldt (16) die zehn Milliliter Blut abnehmen. „Eigentlich ist das erst mit 18 Jahren erlaubt. Aber wir haben hier die Einverständniserklärung der Eltern“, erklärte Elisabeth Terboven von der Morsch-Stiftung. Lina ließ sich typisieren, weil es auch in ihrer Familie schon einen Leukämie-Fall gab, wie sie berichtete.

Viele freiwillige Arzthelferinnen, Ärzte und Krankenschwestern haben auch am Wochenende mitgemacht. Eine von ihnen war Viktoria Voloshko. „Ich bin Kinderärztin in der Ukraine und mache ein Praktikum im Friedrich-Ebert-Krankenhaus“, verriet sie. Ihre erste „Patientin“ am Sonnabend war KGS-Schülerin Louisa Neumann (18). Sie wolle gern helfen, sagte die junge Frau, die demnächst auch ihren Blutspenderausweis erhält.

„Im Vergleich zu dem Andrang vom Freitag sind wir mit dem Ergebnis vom Wochenende schon etwas enttäuscht. Es hätten gerne mehr sein können“, sagte die Organisatorin Eberhardine Seelig vom Verein Teestube David. Es seien überwiegend junge Spender gewesen. „Das ist schön, weil die Stammzellenqualität besser ist. Trotzdem hätten wir uns über mehr Zulauf aus der Altersgruppe 30 bis 40 gefreut“, sagte sie. Sämtliche Blutproben kommen in die Zentrale der Stiftung nach Rheinland-Pfalz, wo sie analysiert und mit Jurijs Werten abgeglichen werden.

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erstellt am 27.Jan.2014 | 07:45 Uhr

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