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Neuer Stadtrat? : Der Wunschkandidat stammt aus Rendsburg

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die SPD schlägt der Ratsversammlung Carsten Hillgruber (49) als neuen Ersten Stadtrat vor. Der arbeitet seit 16 Jahren in Bayreuth (Bayern)

shz.de von
erstellt am 12.Apr.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Der Wunschkandidat meldete sich buchstäblich auf den letzten Drücker. Erst ganz kurz vor Ende der zweiten Ausschreibungsphase ging im Rathaus die Bewerbung von Carsten Hillgruber (49) ein. Er möchte in Neumünster Erster Stadtrat werden und damit Nachfolger von Günter Humpe-Waßmuth. Seine Chancen stehen nicht schlecht.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende Uwe Döring präsentierte Hillgruber gestern Nachmittag als Wunschkandidaten seiner Fraktion; die ist quasi vorschlagsberechtigt. Am Abend wollte Hillgruber sich bei den Fraktionen CDU, BFB, Grünen und FDP vorstellen. Die Wahl eines Stadtrats ist in der Ratssitzung am 26. April vorgesehen.

Carsten Hillgruber wurde 1966 in Rendsburg geboren. Hier wuchs er auf, ging zur Schule und machte nach dem Abitur Zivildienst. „1988 bin ich zum Jurastudium nach Passau gegangen. Ein Jahr habe ich in London und danach bis zum ersten Staatsexamen in Bonn studiert “, sagte Hillgruber gestern vor der Presse. Das zweite Staatsexamen legte er 1997 ab.

Die erste berufliche Station war als Fakultätsassistent an der Uni Köln, bis er 2000 in den Dienst der Stadt Bayreuth (Bayern) trat. Da ist er bis heute als Referent (bei uns: Stadtrat) beschäftigt. Die Zuständigkeiten sind dieselben, wie sie in Neumünster zu betreuen wären: Soziales, Familie, Jugend, Kultur, Schule. „Auch eine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge gehört dort zu meinem Bereich“, sagte Hillgruber.

Hillgruber ist alleinstehend, evangelisch, SPD-Mitglied seit 1985, spielt ein bisschen Tennis und mag den Fußballclub Hertha BSC Berlin. Musik ist ein großes Hobby: Er hat die Kleine Kirchenmusikerprüfung, spielt Orgel und Klavier. „Am nächsten Sonntag helfe ich mal wieder in meiner Gemeinde an der Orgel aus“, sagte er lächelnd.

Günter Humpe-Waßmuth geht Ende Mai in den Ruhestand, aber einen nahtlosen Übergang könnte es mit Hillgruber nicht geben. „Ich hätte in Bayreuth noch einige Themen abzuarbeiten. Der Herbst wäre als Starttermin aber realistisch“, sagte Hillgruber. Für den Fall seiner Wahl würde er nach Neumünster ziehen. „Es zieht mich zurück in den Norden. Ich möchte auch näher bei meinen Eltern sein, die noch immer in Rendsburg leben“, sagte er.

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