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Baustelle auf dem Großflecken : Der Wochenmarkt zieht um, der Sommermarkt kann nicht stattfinden

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Gut 30 Anwohner informierten sich im Ratssaal über die geplanten Bauvorhaben quer über den Platz.

Neumünster | Wochenmarkt-Besucher müssen sich ab Anfang März umstellen. Weil die Stadtwerke ihre Fernwärmeleitungen über den Großflecken verlegen, ziehen die Marktbeschicker dienstags und freitags auf den Kleinflecken. Nur der Wochenmarkt am Sonnabend bleibt zwischen Rathaus und Karstadt. Das erfuhren gut 30 Besucher auf der Anwohnerversammlung von Stadt und Stadtwerken (SWN) am Mittwochabend im Ratssaal.

Die umfangreichen Bauarbeiten starten am 6. März hinter der westlichen Bushaltestelle Rathaus. Der erste, rund 700 Meter lange Bauabschnitt bis zum Klatsch-Palais soll bis zum 2. Juni fertig sein. Dann findet die Holstenköste statt. Nach dem Stadtfest geht es bis zum 17. November auf dem ebenso langen Stück in Richtung Kieler Brücke weiter. Dann soll alles fertig sein, denn eine Woche später beginnt der Weihnachtsmarkt.

Ursprünglich wollten die Stadtwerke erst 2019 / 2020 mit dem Verlegen ihrer Leitungen beginnen. Doch die Arbeiten sollen vor der Umgestaltung des Großfleckens enden. SWN-Sprecher Nikolaus Schmidt erklärte am Mittwoch: „Die Leitungen sind 66 Jahre alt. Es ist gut, dass sie jetzt im Zuge des Wechsels von Dampf auf Heizwasser erneuert werden. Wir machen also bewusst vor der Umgestaltung den Großflecken auf, um Konflikte zu vermeiden, die Bautätigkeit zu entzerren und den Zugang zu den Geschäften stets frei zu halten.“ Die Anwohner werden sukzessive an die neue Leitung, die erst 2018 in Betrieb geht, angeschlossen. Sie brauchen dann eine neue Heizanlage. „Wir schreiben jeden Anwohner demnächst an und regeln das im persönlichen Gespräch“, erklärte Michael Kortum, Sachbereichsleiter Fernwärme bei den Stadtwerken.

Der Verkehr soll von der rund 1,50 Meter breiten und 1,20 Meter tiefen Baugrube quer über den Platz kaum beeinträchtigt werden. Straße und Radweg blieben frei, lediglich auf den Parkstreifen müssten die Autofahrer eine Zeit lang verzichten, betonte Tiefbauamts-Chef Ralf-Joseph Schnittker. Aber: An vier Stellen auf der Straße müssen für die Hausanschlüsse auf der östliche Seite Baugruben gebuddelt werden; das soll nicht zeitgleich, sondern nacheinander geschehen. Der Verkehr soll jeweils auf eine Spur verengt werden. Für die Fußgänger bleibe vor den Geschäften auf beiden Seiten genügend Platz, versprach Schmidt. Er betonte: „Wir sind zu 99 Prozent sicher, den Zeitplan einzuhalten – wenn wir keine Hindernisse im Boden finden.“

Betroffen von der Baustelle ist auch der Sommer-Jahrmarkt der Schausteller, der im vergangenen Jahr mit großem Erfolg erstmals auf dem Großflecken stattfand. „Wir planen ihn nun wieder auf dem Jugendspielplatz, wollen aber 2018 zurück in die Innenstadt“, sagt Stefan Wegener, der Präsident des Landesverbandes der Schausteller und Marktkaufleute. Er sieht die Notwendigkeit der Baustelle, ist dennoch wenig begeistert: „Ob der Wochenmarkt auf dem Kleinflecken so wie auf dem Großflecken angenommen wird, muss sich zeigen.“

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erstellt am 17.Feb.2017 | 12:20 Uhr

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