Der Weingott hatte seine Freude

Juliane Quell schloss schnell Freundschaft mit der Weinbergschnecke.  Foto: Merz
Juliane Quell schloss schnell Freundschaft mit der Weinbergschnecke. Foto: Merz

Viele edele Tropfen, Kunst und Mitmachaktionen lockten deutlich mehr Besucher zur Weinköste als im Vorjahr

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10. September 2012, 07:52 Uhr

Neumünster | Die Welt des Weins und der delikaten Genüsse war erneut in Neumünster zu Gast. Edle Tropfen aus Argentinien, aus der Türkei, aus Südafrika, aus Schottland oder den klassischen europäischen Weinländern wie Frankreich Spanien, Italien und Deutschland waren zu haben. In vollen Zügen genossen weit über 10 000 Besucher die Weinköste am vergangenen Freitag und Sonnabend.

Am Abend waren die 32 Stände (im vergangenen Jahr etwa 20) dicht umlagert, und auf den Wegen rund um das Teichgelände gab es kaum ein Durchkommen.

Hans Sievers brachte es auf den Punkt: "Ich bin Neumünsteraner und finde die Weinköste gut. Draußen sitzen und einen guten Wein trinken, dazu viele nette Menschen treffen, was will man mehr?", meinte er. Dazu bestellte er sich bei Olaf Jacobsen aus Bönebüttel einen italienischen Merlot Jahrgang 2007.

Ulf Kaufmann und seine Frau Claudia hatten den Arbeitskollegen Sumeru und dessen Frau Poornima aus Indien eingeladen. Den beiden Indern gefiel das Weinfest. "So etwas gibt es in Indien nicht", sagte Poornima.

Doch nicht nur Essen und Trinken war angesagt, auch zahlreiche Künstler und Mitmachprogramme hatten die Mitarbeiter des Citymanagements engagiert. Weingott Bacchus kam auf Stelzen daher und beschenkte die Gäste mit leckeren Beeren. Viel Freude bereitete die überdimensionale Weinbergschnecke, die überall auftauchte und die Weine der Gäste beschnupperte.

An verschiedensten Stellen gab es Lifemusik unter anderem mit der Happy Schwale Jazzband oder dem Gitarrensolisten Lennart Eisbrenner.

Als gegen neun Uhr die kleine Brücke über die Teichanlagen gesperrt wurde, murrten einige Gäste, waren dann aber schnell wieder zufrieden mit der Feuershow der "Iluminati Spectaculare".

Auch die Mitmachaktionen für Kinder auf der Wiese vor der Stadthalle sorgten bei Eltern für Zufriedenheit und Zeit, einen Schoppen zu genießen. Mit einbrechender Dunkelheit waren die Bäume an den Wegen in unterschiedlichen Farben beleuchtet. Das setzte einen besonderen romantischen Akzent. Schlusspunkt und ein Höhepunkt zugleich war das Feuerwerk über den Teichanlagen.

Abschließend meinte Citymanager Michael Keller: "Von dem Erfolg bin ich überrascht. Das Konzept des vergangenen Jahres haben wir weiter verfolgt, und es ging voll auf. Das Fest ist im Vergleich zum Vorjahr gewachsen. Jetzt kommt es darauf an, Kleinigkeiten zu optimieren." Auf die Frage, ob denn am vergangenen Wochenende zu viele Veranstaltungen in der Stadt waren, sagte er: "Diese Fülle von Festen hat der Stadt so richtig gut getan."

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