Pflanzprojekt : Der Waldgürtel ist fast vollständig

Symbolisch setzten Heinrich Kautzky von der Stadt (von links), Hans-Jürgen Holland (Stadtteilbeirat), Detlev Rogge (BI), Günter Schöbel (Stadtteilbeirat), Dieter Reese und Hans Lucht (BI) die letzte Buche auf dem Feld an der Südumgehung (im Hintergrund) ein.
Symbolisch setzten Heinrich Kautzky von der Stadt (von links), Hans-Jürgen Holland (Stadtteilbeirat), Detlev Rogge (BI), Günter Schöbel (Stadtteilbeirat), Dieter Reese und Hans Lucht (BI) die letzte Buche auf dem Feld an der Südumgehung (im Hintergrund) ein.

Stadt und Mitglieder der ehemaligen Bürgerinitiative in Wittorf pflanzten 3500 weitere Bäume zum Immissionsschutz an der Südumgehung

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29. November 2013, 11:30 Uhr

Jetzt fehlen nur noch 140 Meter zum Lückenschluss: Mit der Pflanzung von 3500 Bäumen auf einem Feld an der Südumgehung ist der 2008 von der damaligen Bürgerinitiative „Immissionsschutz für Wittorf“ (BI) mit der Stadt ausgehandelte Waldgürtel an der Bundesstraße 205 nun fast vollständig angelegt. Symbolisch setzten der ehemalige BI-Sprecher Dieter Reese, Heinrich Kautzky von der Stadt sowie Mitglieder des Stadtteilbeirates und der ehemaligen Bürgerinitiative jetzt die letzte Buche auf dem städtischen Feld in den Boden ein.

Nach harten Verhandlungen hatte die BI 2008 erreicht, dass der damalige Oberbürgermeister Hartmut Unterlehberg einen Entwicklungsplan zur Anlegung eines 50 Meter breiten Waldgürtels parallel zur Südumgehung vorlegte. Nach und nach kaufte die Stadt anschließend die Flächen auf. Die ersten Bäume wurden im November 2010 eingepflanzt, mittlerweile stehen dort nach Angaben von Reese fast 23 000 heimische Gehölze wie Stieleichen, Buchen, Feld-Ulmen, Hasel, Ebereschen oder Vogelkirschen. In etwa 10 bis 15 Jahren sollen sie einen stattlichen Wald abgeben und Lärm sowie Luftverschmutzungen von der Mülldeponie, der Südumgehung und vom Industriegebiet Süd von der Wohnbebauung Wittorfs abhalten. Die zwischen dem Waldgürtel und dem Wührenbeksweg verbleibenden Freiflächen sollen künftig als extensive Weideflächen genutzt werden. Heinrich Kautzky kündigte zudem an, es werde in den kommenden Jahren auch ein Rundwanderweg durch den Wald angelegt.

Finanziert wurden die Anpflanzungen durch sogenannte Ausgleichszahlungen, unter anderem vom Designer-Outlet-Center und dem Abfallwirtschaftszentrum. „Wir bündeln an dieser Stelle die Mittel, die wir bekommen, wenn woanders in die Natur eingegriffen wird. Der städtische Haushalt wurde deshalb kaum belastet“, sagte Kautzky.

Dieter Reese dankte seinen Mitstreitern, der Verwaltung aber auch dem Stadtteilbeirat für die Unterstützung „dieses Marathon-Projektes“. Es sei „in die Zukunft gerichtet zum Vorteil der jüngeren Generation und darüber hinaus“, sagte der ehemalige Ordnungsamtsleiter der Stadt.

Das letzte noch fehlende Grundstück für eine durchgängige Waldfläche konnte die Stadt bisher nicht erwerben. Es gehört nach Angaben von Reese einer Erbengemeinschaft aus Wittorf.

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