Gildefest : Der Vogel wehrte sich nach Kräften

Olaf Petersen (links) und Manfred Otto (rechts) nahmen den überglücklichen neuen König Andreas II. Clausen auf ihre Schultern.
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Olaf Petersen (links) und Manfred Otto (rechts) nahmen den überglücklichen neuen König Andreas II. Clausen auf ihre Schultern.

Der neue König der Jacoby-Bürgergilde, Andreas II. Clausen, stammt aus einer alten Gildefamilie. Der Gildetag begann mit der Betstunde und dem Umzug.

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12. Juni 2014, 06:00 Uhr

Neumünster | Die altehrwürdige Jacoby-Bürgergilde zu Neumünster seit 1578 hat eine neue Majestät: Andreas II. Clausen. Der hölzerne Adler beim Vogelschießen im Tierpark wehrte sich allerdings heftig gegen sein Schicksal. Erst um 19.05 Uhr und damit deutlich nach dem anvisierten Termin setzte Stefan Nilsson den Königsschuss und setzte so dem überglücklichen Andreas Clausen die Krone auf.

Clausen ist selbstständiger Malermeister, wohnt in Gadeland und ist seit 2002 Mitglied bei Jacoby. Der 50-Jährige stammt aus einer alten Gildefamilie. Auch sein Vater Claus Uwe und sein Bruder Jan-Dirk sind Gildebrüder. Zu den ersten Gratulanten gehörte seine Ehefrau Ute. „Das kam absolut überraschend und ist überwältigend“, sagte Clausen, der nun in den kommenden beiden Jahren die Jacoby-Bürgergilde als König repräsentiert.

Begonnen hatte der Gildetag schon am frühen Morgen mit der Betstunde in der Vicelinkirche. Propst Stefan Block bezeichnete in seiner Predigt die „Gilden als Ort der Gemeinschaft, der Sorge umeinander und des Engagements für die Stadt“. Beim Antreten an der Gildeeiche auf dem Kleinflecken wurde Wilhelm Fuhlendorf zum Ehren-Ältermann ernannt. Seine Rolle als Ältermann wird künftig von Christian Hansen eingenommen, dessen Funktion als Adjutant der zum Leutnant beförderte Jens Kuprat übernimmt.

Beim anschließenden Marsch durch die Innenstadt zeigten schon die Jüngsten Traditionsbewusstsein: Wie in den Vorjahren standen die Mühlenhofschüler in der Lütjenstraße Spalier und schwenkten Fähnchen. Viele der Grundschüler trugen dabei selbst gehäkelte grüne Wollmützen und zeigten so ihre Verbundenheit zu den „Grönen Mützen“ der Gilde.

Bei der Bäckerei des scheidenden Königs Stefan I. Andresen am Großflecken ließen die Mitarbeiter Luftballons in den Himmel steigen. Unter dem Motto „Tradition grüßt Tradition“ reichte das Courier-Team – ebenso wie die Mitarbeiter der Sparkasse – an der Marschroute eine kleine Stärkung.

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