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Schülerzahlen : Der Trend zum Gymnasium hält unvermindert an

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Zahl der Grundschüler steigt seit 2013 wieder kontinuierlich

von
erstellt am 02.Feb.2017 | 10:00 Uhr

Neumünster | Die Schullandschaft in Neumünster verändert sich weiter in rasantem Tempo. Das zeigt eine Zehn-Jahres-Übersicht für den Schul-, Kultur- und Sportausschuss, der heute parallel zur Schulmesse ab 18 Uhr im Restaurant der Holstenhallen tagt.

Ein erfreulicher Trend verfestigt sich: Nach Jahren des Rückgangs scheint diese Entwicklung bei den Grundschülern gestoppt. Ihre Zahl war seit dem Schuljahr 2007/08 von 3231 um 16 Prozent auf nur noch 2711 im Schuljahr 2012/13 zurückgegangen und steigt seitdem wieder stetig. Aktuell sind es 2944. „Hier spiegelt sich auch der Anstieg bei den Einwohnerzahlen von Neumünster wider“, sagte Schul-Fachdienstleiterin Gabriele Bartelheimer. Erst kürzlich hatte die Stadt bekannt gegeben, dass die Zahl auf über 82 000 Einwohner gestiegen ist (der Courier berichtete).

Dass die Gesamtzahl der Schüler trotz steigender Zahlen an den berufsbildenden Schulen in diesem Jahr gesunken ist, macht Gabriele Bartelheimer an einem einmaligen Sondereffekt fest. Mit der Holstenschule, Alexander-von-Humboldt-Schule und Immanuel-Kant-Schule haben 2016 drei von vier Gymnasien einen doppelten Abi-Jahrgang G  8/G  9 verabschiedet – das bedeutete auf einen Schlag ziemlich genau die 300 Schüler weniger, die in der Statistik gegenüber dem Schuljahr zuvor fehlen.

Der Wunsch nach einem höheren Bildungsabschluss hält unvermindert an. Das zeigen die Zahlen der Übergänge von den 4. Klassen auf die weiterführenden Schulen. Zwar sanken die Schülerzahlen in den vierten Grundschulklassen seit 2008/09 von 791 deutlich auf 627 (ein Minus von 21 Prozent). Aber relativ betrachtet stieg der Anteil der Fünftklässler an den Gymnasien von 29 auf jetzt 41,5 Prozent.

Die erst 2008/09 eingeführten Regionalschulen sind seit 2014 ein Auslaufmodell. Es gibt absehbar nur noch die zwei Schularten Gymnasium und Gemeinschaftsschule.

Die Zahl der Schüler an Förderschulen nimmt seit Jahren kontinuierlich ab. Bartelheimer: „Sie werden inklusiv beschult.“ Die Matthias-Claudius-Schule in Tungendorf wurde darum schon 2007 als Förderzentrum aufgelöst. Weitere Schließungen trafen 2009/10 die Theodor-Storm-Schule und den Hauptschulteil in Gadeland, 2011/12 die Wippendorfschule. Ein Jahr später wurden der Hauptschulteil in Wittorf aufgelöst und die Grundschule Faldera organisatorisch mit der Uker Schule zur Grundschule an der Schwale zusammen gelegt. Seit 2013 läuft an der Pestalozzischule der Regionalschulteil aus, und in Einfeld wird die Grund- und Regionalschule zur Grund- und Gemeinschaftsschule entwickelt. Seit 2014 läuft die Auflösung der Helene-Lange-Schule, die Wilhelm-Tanck-Schule wird zu einer Gemeinschaftsschule.

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