Fohlenweg : Der Traum vom Haus für 60 000 Mark

Am Fohlenweg wurden sie Nachbarn: Jürgen und Christel Poser (v.l. ), Ursula Burghard, Karin Reinecke, Helga Struve, Horst Bender und Brigitte Profé gehörten zu den Erstbewohnern ihrer  Siedlung. Ursula Burghard hatte ein Werbe-T-Shirt von Edi mitgebracht.
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Am Fohlenweg wurden sie Nachbarn: Jürgen und Christel Poser (v.l. ), Ursula Burghard, Karin Reinecke, Helga Struve, Horst Bender und Brigitte Profé gehörten zu den Erstbewohnern ihrer Siedlung. Ursula Burghard hatte ein Werbe-T-Shirt von Edi mitgebracht.

Die Anwohner des Fohlenweges feierten den 50. Geburtstag ihrer Siedlung.

shz.de von
20. Juni 2014, 18:22 Uhr

„Papi baut ein EDI-Haus“, lautete 1963 eine populäre Werbung im Courier, und kurze Zeit später fanden sich zahlreiche Interessenten in einem Musterhaus auf dem Gelände der Baufirma Emil Dittmer ein, um sich so ein EDI-Haus (Emil Dittmer) anzusehen.

Das Unternehmen versprach ein praktisches und preiswertes Haus nach sozialen Gesichtspunkten und mit finanziellen Belastungen für die neuen Eigentümer in „annehmbarer Höhe“.

Das Konzept überzeugte offenbar, denn kurze Zeit später entstanden 33 Häuser vom „Typ Neumünster“ auf dem ehemaligen Spargelfeld von Bauer Friedrich Meier. Es war zugleich die Geburtsstunde des Fohlenweges in Wittorf. Am 2. Oktober 1964 fand die offizielle Übergabe durch die Stadt statt.

50 Jahre später trafen sich jetzt 60 Bewohner aus mehreren Generationen um das Jubiläum ihrer Siedlung zu feiern. Brigitte Profé erinnerte in ihrer kleinen Rede an die Grundausstattungen der knapp 90 Quadratmeter großen Häuser: Vorhanden waren ein Küchenblock, Warmwasserspeicher, eine Waschmaschine sowie eine Heizung wahlweise für Koks oder Öl. Die Erklärung war keineswegs überflüssig, denn kaum eines der Häuser besteht heute noch im Originalzustand, die meisten wurden bereits mehrmals um- und ausgebaut.

Staunen löste bei den Gästen der Kaufpreis aus: Zwischen 60 000 und 65 000 Mark mussten die Hausherren für ihr Häuschen inklusive 600 Quadratmeter Grundstück berappen. Mit Brigitte Profé, Ursula Burghard, Karin Reinecke, Horst Bender, Jürgen und Christel Poser sowie Helga Struve nahmen einige Erstbewohner an der Jubiläumsfeier teil. Für andere ehemalige Häuslebauer saßen bereits die Enkel im Raum.




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