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14. Dezember 2017 | 03:45 Uhr

Kommunalwahl : Der Traum vom eigenen Waldgut

vom

Stefan Kommoß möchte als Forstwirt und Kommunalpolitiker gestalten - damit Wald und Stadt wachsen und gedeihen.

shz.de von
erstellt am 08.Mai.2013 | 07:54 Uhr

Neumünster | Stefan Kommoß (46) ist ein Mann, der ganz in seiner Arbeit aufgeht. "Mein Beruf ist mein Hobby", sagt der FDP-Spitzenkandidat bei der Kommunalwahl am 26. Mai. Der Fototermin findet deshalb auch nicht im Eigenheim in Brachenfeld statt; der studierte Forstwirt lädt zum Ortstermin an den Ochsenweg. Hier entsteht als Ausgleichsmaßnahme für den Natureingriff der Südumgehung ein Wäldchen. Die Aufforstung mit fast 50 000 Pflanzen hat Kommoß 1994 konzipiert und umgesetzt.

"Wenn ich die finanziellen Möglichkeiten hätte, würde ich mir ein großes Waldstück kaufen und dort wirtschaften", sagt er: "Ich habe noch nie etwas anderes machen wollen, als Forstwirt zu sein." Für Kommoß heißt das, die Natur zu gestalten, Ökologie und Ökonomie zu verbinden und nachwachsende Rohstoffe zu produzieren, die von großer wirtschaftlicher Bedeutung sind: Wald und Holz. "In Neumünster wird das leider schwierig. Ein Waldgut haben wir hier nicht, aber einen schönen Stadtwald, den ich auch betreue", sagt er.

Seine Bilanz der vergangenen fünf Jahre liberaler Kommunalpolitik fällt (wenig überraschend) positiv aus. Die FDP habe viele Dinge aus ihrem Wahlprogramm umgesetzt. Dazu zählt er die Haushaltskonsolidierung. Zwölf Millionen Euro weniger Defizit im Etat der Stadt könnten sich sehen lassen. "Mit Sondereffekten ist die schwarze Null nicht mehr so weit entfernt", so Kommoß. Der Schwerpunktwechsel in der Spitze der Verwaltung von einem Stadtbaurat zum Finanzexperten sei eine zentrale FDP-Forderung zur OB-Wahl und Unterstützung von Olaf Tauras gewesen - ebenso die Übertragung der Vermarktung von Gewerbeflächen auf die Wirtschaftsagentur. Auch den Citymanager schreibt sich Kommoß auf die Fahne: "Der belebt die Stadt ungemein."

Ziel für die kommende Legislatur ist ein ausgeglichener Haushalt, "um wieder ausreichend Gestaltungsraum zu bekommen". Erreichen will die FDP das nicht durch höhere Steuern oder Abgaben. Kommoß: "Das ist ausgereizt. Wir müssen weitere Gewerbetreibende ansiedeln und so Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen schaffen." Ziel müsse es sein, "Leistungsempfänger zu Leistungserbringern zu machen, also Arbeitslose zu Steuerzahlern und Konsumenten." Erste Erfolge seien zu sehen. Kommoß zählt den ersten Investor im geplanten neuen Gewerbegebiet an der A7, das Milchwerk und auch das Einkaufszentrum in der Innenstadt auf. "Wir waren die ersten, die sich für ECE und den Standort Sager-Viertel positioniert haben", sagt er.

Kommunalpolitik macht Stefan Kommoß sichtlich Spaß. "Man kann etwas bewirken und gestalten. Landes- oder Bundespolitik würde ich nicht machen. In Neumünster geht es noch um die Stadt und den Bürger, nicht um parteipolitische Ränkespiele", sagt Stefan Kommoß und gibt als selbstbewusstes Wahlziel aus: "Wir wollen mindestens das gute Ergebnis der Wahl von 2008 halten, möglichst verbessern." Da erreichet die FDP 9,6 Prozent der Stimmen und vier Mandate.

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