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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 07:43 Uhr

Neumünster : Der Tierpark geht jetzt neue Wege

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Verwaltungschefin Viola Effenberger hat gekündigt, die Doppelspitze gibt es nicht mehr. Viele Neuerungen sind in der Umsetzung.

shz.de von
erstellt am 02.Jun.2017 | 08:30 Uhr

Neumünster | Im Tierpark bricht ein neues Zeitalter an. Verwaltungschefin Viola Effenberger (50) hat aus persönlichen Gründen zum 31. Mai gekündigt. „Ohne Streit und ohne Groll“, wie sie gestern gegenüber dem Courier versicherte. Sie bleibe Mitglied der Tierparkvereinigung, steige nun im Büro ihres Lebensgefährten mit ein. Damit ist auch die Doppelspitze passé. Die bisherige zoologische Leiterin Verena Kaspari ist nun alleinige Zoodirektorin. Dann folgt eine neue Personal-Hierarchie.

Die Verwaltung übernimmt ab sofort als Abteilungsleiterin Manuela Brücker (46). Die Diplom-Betriebswirtin aus Groß Wittensee hat eine Halbtagsstelle. Die verheiratete Mutter eines Sohnes (11) und einer Tochter (15) soll „mit spitzer Feder“ das Controlling übernehmen. Personalabbau schließt Verena Kaspari aber aus. Im Gegenteil: „Wir stellen gerade neue Kräfte ein. Die Basis muss stimmen, das Team gestärkt werden. Nur dann ist auch die Motivation da“, sagt die neue Zoodirektorin. Gespart werden soll hingegen vor allem bei Sachausgaben. „Bisher haben wir zum Beispiel Tonnen von Chemikalien etwa für klares Wasser benutzt. Das hat richtig gekostet. Nun gibt es im Wasser zwar ein paar Algen. Wir sparen aber viel Geld, und bei den Seehunden steht endlich wieder Nachwuchs an“, so Kaspari. Weitere Abteilungen sind die Kasse (Leitung: Kai Böhndel), der Zooshop (Simone Schwarzenberger) und die Zooschule, die künftig von Max Thon geleitet wird. Die Tierpfleger, die bisher auch an der Kasse aushalfen, sollen nur noch in ihren Revieren arbeiten.

Neue Projekte sind derzeit an allen Ecken und Enden angestoßen. Der Weg um den Teich ist fertig, dort gibt es nun einen Agility-Parcours für Hunde. Ein neuer Hundeauslauf ist im Aufbau. Der Jagdlehrraum ist aufgelöst, das Bistrorant wird gerade vergrößert. Am Geestbauernhof können Kinder ab sofort mit Schubkarre und Besen Tierpfleger spielen. „Das Angebot wird super angenommen“, sagt Verena Kaspari. Eine neue Weidenplantage hinter der alten Scheune soll in wenigen Jahren das Futter für viele Tiere liefern. „Wir investieren in die Zukunft und wollen die Kosten langfristig senken. Dabei bekommen wir auch immer mehr Unterstützung von lokalen Firmen. Und die Stadt gibt uns erstmals nach langer Zeit wieder Zuschüsse“, erklärt sie erfreut.

Am wichtigsten ist nach der erschreckenden Jahresbilanz 2016 (der Courier berichtete) für sie aber, dass wieder mehr Besucher in den Stadtwald kommen. An vier Sonntagen in diesem Jahr sei die 2000er-Marke bereits geknackt worden. „Wir haben viel positiven Zuspruch, gerade von Leuten die lange nicht hier waren“, so Verena Kaspari.

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