Wetter : Der Sturm fegte über Neumünster

An der Carlstraße fiel eine Birke  auf die Bahnstrecke nach Heide. Der Bahnverkehr in ganz Schleswig-Holstein war am Abend zeitweise komplett eingestellt.
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An der Carlstraße fiel eine Birke auf die Bahnstrecke nach Heide. Der Bahnverkehr in ganz Schleswig-Holstein war am Abend zeitweise komplett eingestellt.

Tief „Christian“ sorgte gestern für einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Bäume kippten um, Dächer wurden abgedeckt und Schilder flogen durch die Luft.

shz.de von
29. Oktober 2013, 05:00 Uhr

Der erste große Herbststurm dieses Jahres hat gestern in Neumünster die Polizei und sämtliche Feuerwehren stundenlang in Atem gehalten. Ab etwa 14.30 Uhr bis in den späten Abend fuhren die Helfer quasi ununterbrochen Einsätze, weil Bäume umkippten, Dachziegel auf die Straße stürzten und Werbeschilder durch die Luft flogen. Im Bad am Stadtwald zerriss Sturmtief „Christian“ die Traglufthalle. Sie fiel in sich zusammen. Zwei Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt: Eine Fahrradfahrerin wurde von einer Böe erfasst und stürzte auf die Straße, ein Passant erlitt durch ein herumfliegendes Straßenschild Kopfverletzungen.

„Es ist schon ziemlich heftig. Alle einsatzfähigen Kollegen sind im Dienst. Die Lage ist einfach chaotisch“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Ähnlich sah es bei der Feuerwehr aus, wo bis in die Nacht hinein rund 100 Einsätze nach Priorität abgearbeitet wurden. „Etwa 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz“, erklärte am Abend der Leiter der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke.

Im Bad am Stadtwald entstand ein Schaden von rund 400 000 Euro, für den voraussichtlich die Versicherung aufkommen wird. „Wir haben die Traglufthalle gleich heute Morgen geschlossen, weil Windstärken bis zu 117 Kilometern pro Stunde angekündigt waren. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Badegäste“, sagte Tom Keidel, Leiter des Bades. Da die Traglufthalle in zwei Jahren ersetzt werden sollte, existieren bereits Konzepte für die Weiternutzung des Außenbereichs. Trotzdem müsse man den Schwimmbetrieb für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf die Hallenbäder konzentrieren. Keidel: „Das bedeutet, dass alle zusammenrücken müssen. Aber eine andere Lösung gibt es nicht.“

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