zur Navigation springen
Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 05:39 Uhr

Wetter : Der Sturm fegte über Neumünster

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Tief „Christian“ sorgte gestern für einen Dauereinsatz von Polizei und Feuerwehr. Bäume kippten um, Dächer wurden abgedeckt und Schilder flogen durch die Luft.

shz.de von
erstellt am 29.Okt.2013 | 05:00 Uhr

Der erste große Herbststurm dieses Jahres hat gestern in Neumünster die Polizei und sämtliche Feuerwehren stundenlang in Atem gehalten. Ab etwa 14.30 Uhr bis in den späten Abend fuhren die Helfer quasi ununterbrochen Einsätze, weil Bäume umkippten, Dachziegel auf die Straße stürzten und Werbeschilder durch die Luft flogen. Im Bad am Stadtwald zerriss Sturmtief „Christian“ die Traglufthalle. Sie fiel in sich zusammen. Zwei Menschen wurden nach Angaben der Feuerwehr verletzt: Eine Fahrradfahrerin wurde von einer Böe erfasst und stürzte auf die Straße, ein Passant erlitt durch ein herumfliegendes Straßenschild Kopfverletzungen.

„Es ist schon ziemlich heftig. Alle einsatzfähigen Kollegen sind im Dienst. Die Lage ist einfach chaotisch“, erklärte Polizeisprecher Sönke Hinrichs. Ähnlich sah es bei der Feuerwehr aus, wo bis in die Nacht hinein rund 100 Einsätze nach Priorität abgearbeitet wurden. „Etwa 130 Feuerwehrleute waren im Einsatz“, erklärte am Abend der Leiter der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke.

Im Bad am Stadtwald entstand ein Schaden von rund 400 000 Euro, für den voraussichtlich die Versicherung aufkommen wird. „Wir haben die Traglufthalle gleich heute Morgen geschlossen, weil Windstärken bis zu 117 Kilometern pro Stunde angekündigt waren. Es bestand zu keiner Zeit Gefahr für die Badegäste“, sagte Tom Keidel, Leiter des Bades. Da die Traglufthalle in zwei Jahren ersetzt werden sollte, existieren bereits Konzepte für die Weiternutzung des Außenbereichs. Trotzdem müsse man den Schwimmbetrieb für einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten auf die Hallenbäder konzentrieren. Keidel: „Das bedeutet, dass alle zusammenrücken müssen. Aber eine andere Lösung gibt es nicht.“

zur Startseite
Karte

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen