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Tungendorf-Stadt : Der Stadtbrandmeister macht noch weiter

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Es fehlt ein Nachfolger für Dr. Klaus-Peter Jürgens.

Neumünster | Stadtbrandmeister Dr. Klaus-Peter Jürgens macht weiter. Das teilte er während der Jahresversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Tungendorf-Stadt am vergangenen Freitag mit. In diesem Jahr wollte er sein Ehrenamt nach 25 Jahren eigentlich niederlegen (der Courier berichtete).

„Fakt ist, dass ich absolut keinen Nachfolger für dieses Amt finde“, sagte Jürgens. Das Aufgabenspektrum sei auch mittlerweile viel zu hoch, um es erneut in ehrenamtliche Hände zu geben. „Plan B“, dem Chef der Berufsfeuerwehr, Sven Kasulke, das Amt zu übertragen, kam ebenfalls nicht infrage. Bis März kommenden Jahres wird Stadtbrandmeister Jürgens somit noch im Amt bleiben. „Dann ist aber ganz bestimmt Schluss“, betonte er.

Das vergangene Jahr der Feuerwehr Tungendorf-Stadt war mit zwölf Einsätzen ein ruhiges Jahr. Die Kameraden wurden zu elf Brandeinsätzen alarmiert. Erstmals wurde das Feuerwehrhaus während eines Stromausfalls im Stadtteil als Notmeldestelle eingerichtet. „Im Jahr 2014 haben wir das noch während einer Großübung geprobt. Jetzt kam es erstmals live zum Tragen. Es lief reibungslos und hat gezeigt, dass unsere Konzepte gut funktionieren“, sagte Rainer Scheele, stellvertretender Chef der Berufsfeuerwehr. Die Errichtung der Notunterkunft für Flüchtlinge in der Sporthalle der Gemeinschaftsschule Brachenfeld sei für die Kameraden der Feuerwehr Tungendorf-Stadt ein außergewöhnlicher Einsatz gewesen, wie Wehrführer Thomas Dettmann in seinem Jahresbericht ausführte. Gerd Lassen vom Brandausschuss lobte in dem Zusammenhang das Engagement der ehrenamtlichen Feuerwehrleute. Dass die Kameraden die Halle hinterher auch wieder aufräumen mussten, dafür habe er weniger Verständnis. „Das geht an die Grenze der Freiwilligkeit“, meinte Lassen.

Während der Versammlung geehrt wurden für 30 Jahre in der Feuerwehr: Christian Hubert, Max-Walter Berghofer, Gerd-Uwe Ohm und Carsten Plambeck. Für 25 Jahre: Jürgen Böckenhauer und für 10 Jahre Marcel Handel. Befördert wurde Franziska Zschiesche zur Oberfeuerwehrfrau. Zum Feuerwehrmann verpflichtet wurden Kevin Kils, Sven Berghofer, Patric Tychsen und Sezgin Yalcin. Yalcin ist der achte freiwillige Feuerwehrmann im Stadtfeuerwehrverband mit Migrationshintergrund.

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erstellt am 15.Feb.2016 | 12:00 Uhr

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