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Wankendorf : Der sechsjährige Jonte hat Krebs: Spender gesucht!

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Am Sonntag findet im Wankendorfer Feuerwehrhaus eine Typisierungsaktion für den Sechsjährigen statt.

Wankendorf | Es gibt für Eltern kaum etwas Schlimmeres, als vom Arzt die Diagnose zu hören: „Ihr Kind hat Krebs.“ Genau das aber erfuhren Ende August die Eltern des kleinen Jonte (6) aus Wankendorf (Kreis Plön). Der Junge hat Leukämie, Blutkrebs. Am Sonntag gibt es im Wankendorfer Feuerwehrhaus eine Typisierungsaktion, in der Hoffnung einen passenden Spender für den Jungen zu finden.

„Es ist, als ob einem der Boden unter den Füßen weggezogen wird“, schildert Jontes Tante Daniela Prietz (41) ihr Gefühl, als sie die Nachricht bekam. Sie ist die Schwester von Jontes Vater und wohnt ganz in der Nähe, im Nachbarort Ruhwinkel.

Jonte hatte eine Mandelentzündung, die nicht heilen wollte. Ein Bluttest brachte dann das Ergebnis. Noch am selben Tag musste Jonte ins Krankenhaus und bekam die erste Chemotherapie. Die Eltern von Jonte sind rund um die Uhr bei ihrem Sohn in der Uni-Klinik Kiel. Er sollte Anfang September eingeschult werden, die Einschulungsfeier war schon geplant. „Er hatte sich auch so darauf gefreut, im Fußballverein anzufangen. Das geht momentan natürlich nicht“, sagt Daniela Prietz.

Auch mit seinem Opa zusammen auf dem Trecker kann Jonte zurzeit nicht fahren. Er muss sich erholen, denn er hat bereits die zweite Chemotherapie hinter sich. „Aber das unterdrückt die bösartigen Zellen nur, sie kommen immer wieder“, erklärt die Tante. Dennoch gibt es eine Möglichkeit, Jonte zu retten. „Er braucht eine geeignete Stammzellenspende, dann wird er geheilt“, erklärt Daniela Prietz. Sie hat sich an die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) gewandt, die am kommenden Sonntag in Wankendorf eine Typisierung vornimmt. Jeder zwischen 17 und 55 Jahren, der keine chronischen Erkrankungen hat, kann sich dort registrieren lassen und so vielleicht zum Lebensretter werden. Mit einem Wattestäbchen wird lediglich ein Wangenabstrich genommen, dann wird im Labor geprüft, ob eine genetische Identität mit Jonte oder einem anderen an Leukämie erkrankten Menschen vorliegt.

50 Unterstützer sind vor Ort und helfen auch beim Ausfüllen des Fragebogens. „Das Ganze dauert keine zehn Minuten“, weiß Daniela Prietz. Um den Eltern von Jonte den Rücken frei zu halten, hat sie sich um alles gekümmert. „Es prasselt an Hilfe, Freunde und die Freiwilligen Feuerwehren aus den Nachbardörfern und auch das ‚Truck Team‘, bei dem mein Bruder als Lkw-Fahrer ist, helfen, wo es nur geht“, sagt die 41-Jährige.

Alle hoffen für Jonte, dass sich ein Spender findet, denn was der Junge machen möchte, wenn er wieder gesund ist, weiß er auch schon: „Jonte fährt total gerne nach Dänemark und spielt dort am Strand. Ein gemeinsamer Urlaub dort ist unser Ziel“, sagt Daniela Prietz.

So geht es zur Typisierung

Die Typisierung ist kostenlos und findet statt am Sonntag, 8. Oktober, von 10-15 Uhr, im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Wankendorf, Kirchtor 3, 24601 Wankendorf. Wer gesund und zwischen 17 und 55 Jahren alt ist, kann helfen und sich als potenzieller Stammzellenspender bei der DKMS registrieren lassen. Auch Geldspenden werden dringend benötigt, da der gemeinnützigen Gesellschaft allein für die Registrierung eines jeden neuen Spenders Kosten in Höhe von 35 Euro entstehen. Hier können Sie bei DKMS überprüfen, ob Sie Spender werden können.
 

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