Umzug : Der Raumplan für das neue AJZ steht

Die Anscharstraße 8-10 ist eines der letzten Gebäude aus der Tuchmacher-Zeit und soll für das AJZ umgebaut werden.
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Die Anscharstraße 8-10 ist eines der letzten Gebäude aus der Tuchmacher-Zeit und soll für das AJZ umgebaut werden.

Stadtverwaltung und Trägerverein haben zusammen mit den Kindern und Jugendlichen über die Räume an der Anscharstraße gesprochen

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22. Januar 2015, 06:00 Uhr

Die Stadtverwaltung und die „Aktion Jugendzentrum“ (AJZ) arbeiten intensiv an dem geplanten Umzug von der Friedrichstraße ins Vicelinviertel. Gemeinsam wurde jetzt der Raumplan erarbeitet, der in den kommenden Wochen im Haupt- und im Jugendhilfeausschuss diskutiert werden soll.

Der Plan ist, das selbstverwaltete Jugendzentrum AJZ nach Jahrzehnten von der Friedrichstraße 24 an die Anscharstraße 8-10 umzusiedeln. An der alten, so genannten „Ribsteinhalle“ im Vicelinviertel soll dafür zunächst ein eingeschossiger Anbau abgebrochen werden, bevor dort für 2,1 Millionen Euro saniert und umgebaut wird. Das Erd- und das Obergeschoss sind jeweils etwa 600 Quadratmeter groß. Das AJZ soll unten einziehen, und im Obergeschoss sollen Mietflächen für Firmen aus der Kultur- und Kreativwirtschaft entstehen. Zwei voneinander unabhängige Treppenhäuser führen in die obere Etage (der Courier berichtete).

Der AJZ-Verein hat mit Vertretern der Stadt und vor allem mit seinen jugendlichen Besuchern über die Pläne diskutiert und einen Raumplan entworfen. Demnach könnte man auf der Fläche einen Veranstaltungssaal (200 Quadratmeter), ein Café (100 Quadratmeter) sowie diverse weitere Räume (Lager, Studio, Regie, Werkstatt, Küche, Büro) unterbringen und käme damit auf eine gesamte Fläche von 565 Quadratmetern – das ist größer als an der Friedrichstraße. Im Außenbereich sind eine Kletterwand an der Fassade und Spielflächen mit einem Trampolin vorgesehen.

Allein die Planungskosten belaufen sich nach Berechnungen der Stadtverwaltung auf etwa 260 000 Euro. Sowohl dafür als auch für den eigentlichen Umbau rechnet die Stadt aber mit Städtebaufördermitteln von der Landesregierung in beträchtlicher Höhe.

Das AJZ ist seit 1972 an der Friedrichstraße in einem ehemaligen Kino untergebracht – eigentlich immer noch provisorisch. Das Jugendzentrum verwaltet sich selber und bezieht bei den Entscheidungen stets die Kinder und Jugendlichen mit ein. Finanziert wird es von der Stadt. Unter den Besuchern sind viele Migranten. In der mehr als 40-jährigen AJZ-Geschichte gab es regelmäßig Streit ums Geld, Demonstrationen gegen geplante Kürzungen und zuletzt Diskussionen um zu laute Konzerte.

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