Gerisch-Park : Der Nachname als Idee für ein Kunstwerk

Nach der Installation bestaunte Kunstmäzen Herbert Gerisch (rechts) das neue Werk von Prof. Peter Nagel in seinem Park. Der „Rostige Nagel“ besteht komplett aus Holz.
Nach der Installation bestaunte Kunstmäzen Herbert Gerisch (rechts) das neue Werk von Prof. Peter Nagel in seinem Park. Der „Rostige Nagel“ besteht komplett aus Holz.

Prof. Peter Nagel (74) installierte mit seinem Bruder Gert (66) den „Rostigen Nagel“ im Gerisch-Park als Zeichen auch für das Älterwerden.

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02. Juli 2015, 10:00 Uhr

Neumünster | Von Haus aus ist Peter Nagel aus Angeln eigentlich Maler, doch schon lange schwebte dem ehemaligen Professor für Malerei an der Muthesius-Kunsthochschule in Kiel die Schaffung einer Skulptur vor. „Und was lag bei meinem Namen näher als ein Nagel“, erklärte der 74-Jährige gestern im Gerisch-Park. Dort installierte er gemeinsam mit seinem Bruder Gert sein Erstlingswerk „Rostiger Nagel“.

Der Clou: Anders als man sich einen Nagel vorstellt, ist das rund 200 Kilogramm schwere, 5,80 Meter breite und 2,30 Meter hohe Kunstwerk nicht aus Stahl, sondern komplett aus bemaltem Holz. Den Farbton hat der Experte dabei so geschickt gewählt, dass der „Materialschwindel“ gar nicht auffällt. „Das sieht ja toll aus und ist wirklich von einem Stahlnagel gar nicht zu unterscheiden“, lobte Hausherr Herbert Gerisch den neuen Hingucker in seinem Park.

Die Plastik besteht aus zwei Teilen, die auf der Grasnarbe mit einem kleinen Stahlträger zusammengehalten werden. Um diesen Kunstgriff ein wenig zu kaschieren, liegt Sand zwischen den beiden Teilen. Besonders gelungen sind die Drehungen im Holz und der Nagelkopf. Die Idee zu diesem Kunstwerk kam Peter Nagel nach einem Gespräch mit einem Freund. „Ein rostiger Nagel in meinem Alter ist ein Zeichen für die Vergänglichkeit und das Älterwerden“, erklärte der agile Künstler.

Wer sich den „Rostigen Nagel“ selbst anschauen möchte: Geöffnet ist der Gerisch-Park mittwochs bis sonntags von 11 bis 18 Uhr, sonnabends und sonntags von 11 bis 19 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 6 Euro (ermäßigt 5 Euro), Kinder bis sechs Jahre sind frei, die Familienkarte kostet 10 Euro.

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