zur Navigation springen

Altersschwäche : Der letzte Wolf des Tierparks Neumünster ist tot

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Nach ihrer Schwester Tinka starb jetzt auch Malaika. Der Tierpark möchte wieder ein Rudel haben.

Neumünster | Er gehörte stets zu den Traditionstieren des Tierparks, aber jetzt ist dort der letzte Wolf des ursprünglich achtköpfigen Rudels in seinem Gehege gestorben. Kurz nachdem ihre Schwester Tinka einen tödlichen Schlaganfall erlitten hatte, starb Malaika an Altersschwäche. Das teilte Tierpark-Chefin Verena Kaspari auf Anfrage mit.

Malaika war der letzte von ursprünglich acht Wölfen (Roy und Taiga sowie die Geschwister Amarok, Akita, Tinka, Batuk, Nanuk und Maleika). Die Wölfin stammt aus einem Wurf von 2001. Alle anderen sind mittlerweile verstorben.

Tinka uns Malaika gehörten zu den europäischen Wölfen und wurden 14 Jahre alt. „Das ist für Wölfe ein sehr hohes Alter“, erklärte die Tierpark-Leiterin. Für Malaika war der Tod der Schwester durchaus mit Aufregung verbunden. „Als Rudeltier war sie danach sehr unruhig und suchte nach Tinka. Das führte zu einer hohen Belastung von Herz und Kreislauf“, berichtete Verena Kaspari. Einfach einen neuen Wolf ins Gehege zu dem betagten Tier zu setzen, wäre aber keine Option gewesen. „Als Rudeltier hätte Malaika einen fremden Artgenossen nicht mehr akzeptiert“, so die Tierpark-Chefin.

In absehbarer Zeit soll es im Tierpark aber wieder Wölfe geben, versprach Verena Kaspari. „Allerdings ist noch unklar, ob es wieder europäische Wölfe geben wird oder eine andere Wolfsart“, erklärte sie. Auch müsse sich erst noch zeigen, ob überhaupt ein ganzes Rudel zu haben sei. „Viele Kollegen züchten zurzeit überhaupt nicht“, so die Expertin.

Momentan wird erst einmal die Zeit genutzt und das Wolfsgehege renoviert. Dennoch können sich darin tagsüber derzeit die beiden Dingos Palantina und Bruno auf großer Fläche tummeln. Der Neuguinea-Dingo Palantina gilt als Seltenheit. „Wir haben hier in Neumünster das einzige Exemplar in Europa“, sagte Verena Kaspari. Bruno hingegen ist ein Mix aus australischem Dingo und Neuguinea-Dingo.

Neben Renovierungsarbeiten an den Tiergehegen stehen zurzeit auch Arbeiten im Bereich des Spielplatzes an. So musste dort die Rutsche der Kogge gesperrt werden, weil die Sitzfläche Risse hat und deshalb Verletzungsgefahr besteht. Weil die Firma, die die Kogge einst baute, nicht mehr existiert, sucht der Tierpark jetzt nach Alternativen für die Reparatur.

„In diesem Jahr stehen allerdings erst einmal die Gehege im Fokus der Reparaturarbeiten. Da sind die Gelder dann auch begrenzt“, stellte die Tierpark-Chefin klar.

zur Startseite

von
erstellt am 08.Okt.2015 | 05:30 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen