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Wasbek : Der Kreis hat kein Geld für die neue Sporthalle

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Landrat war gestern in Wasbek zu Besuch. Der Kreis stellt Hilfe gegen Raserei in Aussicht.

Wasbek | Landrat Rolf-Oliver Schwemer traf sich gestern zu einem zweistündigen Meinungsaustausch mit Wasbeks Bürgermeister Karl-Heinz Rohloff im Jugendheim. Im Gepäck hatte er schon einmal zwei Nachrichten für die Wasbeker, die Hoffnung machen. Denn die Versetzung des Ortsschildes um 100 Meter in Richtung Krogaspe auf der Kreisstraße 68 wird vom Kreis ebenso befürwortet wie die Einrichtung von 30-Stundenkilometer-Zonen in der Kamp- und Lindenstraße sowie Am Knüll. Allerdings kann die Gemeinde nicht auf Zuschüsse vom Kreis für einen Sporthallenneubau setzen.

Die Hoffnungen der örtlichen Befürworter auf grünes Licht für einen Zebrastreifen vor der Grundschule sowie auf einen durchgehenden Tempo-70-Bereich auf der B 430 von der Einmündung nach Ehndorf bis zur Autobahn-Auffahrt müssen nicht in der Schublade verschwinden.

Der Landrat stellte fest, dass beide Punkte noch einmal einer eingehenden Prüfung unterzogen werden. Auch können die Wasbeker damit rechnen, dass spätestens in vier Jahren die Kreisstraße 68 vom Ortsausgang bis zum Amalienhof eine neue Fahrbahndecke bekommen wird.

Was den Neubau einer größeren Sporthalle angeht, nahm Landrat Schwemer den Wasbekern alle Hoffnungen auf einen Zuschuss aus der Kreiskasse und betonte in diesem Zusammenhang seinen Willen zum Sparen. „Durchschnittlich belaufen sich die Kreisumlagen im Land auf 36 Prozentpunkte. Wir haben mit 31 Prozentpunkten die niedrigste Kreisumlage. Mein Ziel ist die Umlage bei rückläufigen Förderprogrammen des Kreises möglichst gering zu halten“, sagte Schwemer. Die Unterbringung von Kriegsflüchtlingen fordere derzeit Kreis und Kommunen. Musste der Kreis im Jahr 2010 noch Unterkünfte für 99 Menschen vorhalten, sind es nach Aussage des Landrates in diesem Jahr schon 820 Flüchtlinge. Lediglich drei Mitarbeiter des Kreises zerbrechen sich derzeit die Köpfe darüber, wie die Leute untergebracht werden können. Zusammen mit Bürgermeister Rohloff ist der Landrat der Meinung, dass eine dezentrale Unterbringung mögliche Spannungsfelder mit Nachbarn gar nicht erst aufkommen lässt, wie sich am Beispiel der in Wasbek untergebrachten fünfköpfigen Familie aus Syrien gezeigt hat (der Courier berichtete).

Nach dem Meinungsaustausch sprach Landrat Rolf-Oliver Schwemer von einem „offenen und konstruktiven Gespräch“. Landrat und Bürgermeister bekräftigten, weitere Gespräche zu führen, auch wenn Wasbek mit einem Ausamtungsvermerk im Kreishaus versehen ist, weil es sich von der Stadt Neumünster verwalten lässt.



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