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Grossharrie : Der Krankenwagen soll den Eselskarren ersetzen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Beate Schnitzer hat Spenden gesammelt und Geld vorgeschossen, um einen Krankenwagen für die Region Kologo in Nordghana zu kaufen.

shz.de von
erstellt am 18.Dez.2013 | 17:01 Uhr

Vor einem Jahr startete Beate Schnitzler ihr Förderprojekt, in dem es um die Anschaffung eines Krankenwagens für die Region Kologo in Nordghana geht. Jedes Jahr zieht es die Großharrier Kunsthandwerkerin und Musiklehrerin zum Einkaufen nach Nordghana. Perlen, Trommeln, Stoffe, Kunsthandwerk – die Einkaufsliste ist jedes Jahr lang. „Die Verhältnisse vor Ort sind mitunter schwierig und für mitteleuropäisches Verständnis nur schwer zu fassen“, sagt Beate Schnitzler.

Da wird zurück in Großharrie schon einmal eine kleine „Beteiligungsgesellschaft“ gegründet, um einer Färberin aus Ghana beim Aufbau eines Kleinunternehmens zu helfen. Manches Projekt ist jedoch zu groß für Familie und Freunde. Dazu gehört der Krankenwagen für die Region um Kologo. Zurzeit besorgt den Krankentransport in Kologo ein Eselskarren. Vor Ort wird das Projekt unter anderem von dem afrikanischen Perlenmacher Oklah Tetthe unterstützt. In Benefizkonzerten mit dem Wankendorfer Gesangverein, dem Chor Großharrie und dem Telemann-Ensemble aus Neumünster sowie mit Unterstützung der Kirchengemeinden Bokhorst und Wankendorf und durch Einzelspenden sind 3700 Euro zusammengekommen. Noch fehlen etwa 4000 Euro in der Spendenkasse, um Kauf und Transport abzudecken. Nur der Krankenwagen ist indessen schon da.

„Es gab ein tolles Angebot aus Süddeutschland, und ich konnte einfach nicht mehr warten. Besonders die Frauen brauchen jetzt Hilfe“, meinte Beate Schnitzler, die kurzerhand ihr Reise- und Einkaufskonto für den Kauf geplündert hat. 700 Kilometer hat Beate Schnitzler das gebrauchte Schmuckstück für Ghana aus Süddeutschland nach Hause gefahren. Morgen soll das Fahrzeug bereits in Hamburg verschifft werden. Für den Umgang mit dem modernen Rettungswagen sollen die Nutzer vor Ort geschult werden.

Außerdem haben Beate Schnitzler und Freunde inzwischen den Verein „Böllelie mit Herz“ gegründet, für den die Anmeldung im Vereinsregister und die anschließende Beantragung der Gemeinnützigkeit laufen. Böllelie steht für die runden Glasperlen aus Ghana. Ziel des Vereins soll die Förderung von sozialen, bildenden und kulturellen Projekten in Westghana sein. Zurzeit werden die Waisenschule in Tema und der Aufbau einer Perlenmacherschule für Arbeitslose in Koforidua und das Krankenwagenprojekt unterstützt. Auskünfte erteilen Beate Schnitzler und Christof Andersen, Tel. 0 43 94/99 17 15.






 

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