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Holsteinischer Courier

23. Oktober 2017 | 21:19 Uhr

Rendswühren : Der Hof war nicht zu retten

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Mindestens 500 000 Euro Schaden nach einem Großbrand in Rendswühren. Etliche Feuerwehren waren im Einsatz.

von
erstellt am 30.Mai.2014 | 05:30 Uhr

Neumünster | Es ist der größte Feuerwehreinsatz, den es in diesem Jahr im Kreis Plön gegeben hat: Ein riesiges Aufgebot von Einsatzkräften aus rund einem Dutzend freiwilliger Feuerwehren – darunter auch reichlich Verstärkung aus dem Nachbarkreis Segeberg – war in der Nacht zum Himmelfahrtstag über Stunden damit beschäftigt, ein Feuer auf einem Bauernhof in Rendswühren einzudämmen.

Gegen 23.30 Uhr am Mittwoch wurde ein Feuer vom Heuboden des Kuhstalls gemeldet. Nicht nur das kombinierte Wohn- und Wirtschaftsgebäude und die Stallungen des Anwesens standen schon im Vollbrand, als die ersten Feuerwehrleute dort gegen Mitternacht eintrafen. Auch ein etwa 30 Meter von der Bebauung entferntes Strohlager mit Dutzenden von Rundballen brannte lichterloh. Der Hofbesitzer und einige Helfer waren dabei, die Rinder aus dem Stall zu holen. Diese Aktion musste die Feuerwehr dann aber unterbinden, weil bereits akute Einsturzgefahr bestand. Nach Angaben der Polizei konnten alle Tiere noch rechtzeitig befreit werden. Gefahr drohte auch von im Stall stehenden Gasflaschen.

Ohnehin war den Einsatzkräften frühzeitig klar, dass vom brennenden Gebäudekomplex nichts mehr zu retten war. Deshalb konzentrierte man sich im ersten Löschangriff auf den Schutz von Nebengebäuden und versuchte, den enormen Funkenflug einzudämmen. Mit dem Eintreffen immer weiterer Wehren konnte der Brand dann im Laufe von mehreren Stunden schließlich gelöscht werden. Die Brandursache ist noch unklar, der Schaden ist enorm: mindestens 500 000 Euro.

Die Kripo nahm noch in der Nacht Ermittlungen zur Brandursache auf. Erleichterung herrschte darüber, dass die Bewohner des Anwesens unverletzt geblieben sind. Sie waren aber angesichts der Dramatik der Situation geschockt und mussten zeitweilig vom Rettungsdienst betreut werden.

 


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