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Astronomietag : Der Himmel belohnte die Sternengucker

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Trotz verhangenem Himmel kamen am Wochenende 250 Besucher zur langen Nacht der Planeten in die Sternwarte am Hahnknüll.

shz.de von
erstellt am 07.Apr.2014 | 07:00 Uhr

Es war die Nacht der Sternengucker: Mehr als 250 große und kleine Besucher folgten am Sonnabend der Einladung der VHS-Sternwarte am Hahnknüll zur „Langen Nacht der Planeten“ – trotz des verhangenen Himmels über der Stadt.

„Wir sind mehr als zufrieden. Es freut uns sehr, dass sich so viele Interessierte trotz schlechten Wetters auf den Weg gemacht haben. Selbst aus Norderstedt und Itzehoe hatten wir Gäste hier“, berichtete der Leiter der Sternwarte, Marco Ludwig. Gemeinsam mit 20 „Sternkiekern“, den Neumünsteraner Hobbyastronomen, hatte sich Ludwig gut auf den bundesweiten Astronomietag vorbereitet.

Und so gab es nicht nur am Firmament Außergewöhnliches zu sehen. Voll besetzt war auch der unterhaltsam-informative Vortrag von Dr. Erik Wischnewski, der unter dem Titel „Weit, weiter, immer weiter“ die Entfernungen im Weltraum erläuterte und damit das Publikum teils in ungläubiges Staunen versetzte. Der bekannte Astrophysiker aus Kaltenkirchen war selbst jedoch ebenfalls positiv überrascht, denn: „Das ist sicher bundesweit eine der am besten besuchten Veranstaltungen an diesem Tag“, sagte er.

Um durch das Teleskop in der Sternwartenkuppel zu schauen, mussten die Besucher eine Leiter emporklettern. Das lohnte sich, denn gegen 20.30 Uhr zeigten sich die Mondsichel und der Jupiter dann doch noch kurz in ihrer ganzen Pracht.

„Unser Sohn hat seit zwei Jahren ein Teleskop, aber wir haben es noch nicht richtig ausprobiert. Jetzt kommen wir bestimmt noch einmal her, um es uns von den Fachleuten hier erklären zu lassen“, sagte Kerstin Hußmann aus Boostedt, die gemeinsam mit ihrem Mann Matthias und den Kindern Dominik (10) und Sarah (8) zur Sternwarte gekommen war.

Kaum weniger interessiert zeigte sich Chris (9) aus Neumünster, der mit seiner Mutter Susanne Atzpodien unterwegs war. Und Julia Liske (9) war sich sogar sicher, dass sie einmal die erste deutsche Frau im Weltraum sein möchte. „Ich finde die Planeten mit ihren Monden interessant. Mich fasziniert, wie das alles entstanden ist“, erzählte die Viertklässlerin begeistert.

Mit großem Interesse folgten auch die erwachsenen Besucher den Ausführungen von Stefan Bruns, der als stellvertretender Sternwartenleiter zahlreiche Fragen zur größten Sternwarte im Land beantwortete.

Für viele Gäste war der Besuch bei den Neumünsteraner Astronomen eine Premiere. Doch immer wieder war unter den Besucher zu hören, dass dies nicht der letzte Besuch in der Sternwarte gewesen sein soll. Interessierte, die damit nicht bis zur nächsten langen Nacht warten wollen, haben übrigens jeden dritten Freitag im Monat ab 19 Uhr Gelegenheit, bei den „Sternkiekern“ im Hahnknüll vorbeizuschauen.

 

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