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Innenstadt-Streit : Der Großflecken wird weiter diskutiert

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Durchfahrsperre für den Großflecken beherrscht weiterhin die öffentliche Diskussion.

Neumünster | Die Durchfahrsperre für den Großflecken beherrscht weiterhin die öffentliche Diskussion. Auch gestern erreichten den Courier wieder zahlreiche Zuschriften zum Thema. Während die einen um Arbeitsplätze fürchten, sehen andere in der Sperrung einen Segen für die Innenstadt. Am Sonntag, 25. Mai, dürfen die Bürger an der Wahlurne entscheiden.

Es geht auch um Arbeitsplätze

„Stefan Lehmann,  Rechtsanwalt und Notar aus der Christianstraße 10, schreibt dem Courier: „Am 25. Mai stimmt Neumünster darüber ab, ob der Großflecken vom Fahrzeugverkehr weitestgehend oder gar ganz befreit werden soll.Völlig unbeachtet in der öffentlichen Diskussion geblieben ist bisher, dass auch außerhalb der Kaufmannschaft und der im Handel beschäftigten Personen viele weitere Menschen betroffen sind, wenn es zu einer Schließung des Großfleckens für den Straßenverkehr kommt. Es gibt über 100 Arztpraxen in der Neumünsteraner Innenstadt. Es gibt über 50 Anwaltsspraxen in der Innenstadt. Es gibt zahlreiche Bankgeschäfte, Versicherungsbüros und sonstige Freiberufler, die über eine Vielzahl von Angestellten verfügen. All diesen Personen ist es wichtig, dass ihr Arbeitsplatz erreichbar ist und dass sie von ihren Patienten, Mandanten, Kunden aufgesucht werden können. Schon während der Zeit des Verkehrsversuchs im vergangenen Jahr zeigte sich bei Mandanten, Patienten und Kunden beispielsweise aus dem Segeberger oder Itzehoer Bereich ohne genaue Ortskenntnis in Neumünster, dass sie bei einer Sperrung des Großfleckens für den Verkehr zukünftig sich anderweitig orientieren und Praxen oder Büros in anderen Städten aufsuchen werden, wenn die Erreichbarkeit der Praxen und Büros in Neumünster im Zentrum nicht gewährleistet bleibt. Wenn aus dem Umland die Patienten, Mandanten und Kunden wegbleiben, weil die Erreichbarkeit der Innenstadt dank der Sperrung des Großfleckens nicht mehr gewährleistet ist, dann sind Arbeitsplätze und Praxen der Freiberufler beziehungsweise die Arbeitsplätze von deren Mitarbeiter in Gefahr. Die derzeitige Verkehrssituation auf dem Ring und die freie Erreichbarkeit der Innenstadt müssen zuerst geregelt werden, bevor über eine Sperrung des Großfleckens nachgedacht werden kann. Ich kann nur darum bitten, den Großflecken nicht für den Autoverkehr zu sperren und die freie Erreichbarkeit von Personen und Büros nicht zu behindern.“       

Ergebnisse aus Winter und Sommer abwarten

Christina Wetzel aus der Haydnstraße 7 schreibt dem Courier: „Wie lange gibt es die Probefläche mit dem Kunstharz in den Fugen? Sollte nicht auch ein Ergebnis von sehr kalten Frosttagen einfließen? Es könnten Ablösrisse zwischen den Materialien entstehen und somit harte Kanten hochstehen. Oder Blasenbildung bei großer Hitze, die das Plaster noch unebener macht? Dafür ist ein „Versuchspreis“ von 125 000 Euro sehr viel Geld. Wie sieht es mit eingerütteltem Sand aus, der nicht von einer Kehrmaschine wieder rausgebürstet wird, wie auf dem Radweg, wo die Fugen schon drei bis vier Zentimeter tiefe echte Fallgruben sind?“

Die Lütjenstraße sollte Vorbild sein

Rainer Posselt aus der Boostedter Straße 58 vertritt diese Meinung: „Unter der Rubrik „Vor 40 Jahren“ schrieb der Courier kürzlich, dass die erste Fußgängerzone Neumünsters, die Lütjenstraße, ein großer Erfolg sei und die Innenstadt belebe! Die Stadt wolle sich bemühen, hieran weiter zu arbeiten und weitere Fußgängerzonen zu schaffen. Ich fände es großartig, wenn es jetzt nach 40 Jahren auch in Neumünster eine autofreie Innenstadt gäbe, wie es sie in Eckernförde, Rendsburg, Schleswig, Flensburg, Lübeck und vielen anderen Städten schon lange gibt.“

Der Courier interessiert sich für die Meinung der Neumünsteraner und ruft zum Leserforum auf. Soll der Großflecken gesperrt werden – ja oder nein? Schreiben Sie kurze Stellungnahmen an den Holsteinischen Courier, Kuhberg 18. Per Fax: 946 17 17. Per Email an redaktion.neumuenster@shz.de oder über Facebook.

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erstellt am 15.Mai.2014 | 07:00 Uhr

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