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Bürgerentscheid : Der Großflecken bleibt im Mittelpunkt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In der Courier-Redaktion treffen immer noch Reaktionen und Leserbriefe im Vorfeld des Bürgerentscheids ein.

Das Thema Nummer 1 in Neumünster ist und bleibt definitiv der Großflecken. Im Vorfeld des Bürgerentscheids (25. Mai) erreichen die Courier-Redaktion immer noch zahlreiche Leserzuschriften.

Mit dem Auto durch die Fußgängerzone

Sabrina Bunkus schreibt: „Wie schön wäre doch die Innenstadt ohne den täglich rollenden Verkehr! Kein Lärm, keine Abgase, und man müsste sich nicht mehr die Frage stellen: Wie und wo komme ich am besten über die Straße? Durch das oft überhöhte Tempo der Autofahrer ist das keine einfache Frage. Und warum sollte die Sperrung des Großfleckens dem Einzelhandel in der Innenstadt schaden? In anderen Städten fährt man auch nicht mit dem Auto durch die eigentliche Fußgängerzone.“

 

Händler machen die Kundschaft wild

Henning Möbius meint: „Wer hat eigentlich begriffen, dass es eben nicht um eine totale Sperrung des Großfleckens für den Verkehr geht? Lediglich das stumpfsinnige Durchfahren privater Fahrzeuge soll verhindert werden, um so dem ÖPNV, Taxen und Radfahrern ein zügiges An- und Durchfahren zu ermöglichen. Gerade die ansässigen Händler machen aber immer wieder die Kundschaft wild mit dem Argument, dass sie den Großflecken nicht mehr erreichen können und verschweigen dabei, dass ein Anfahren sowohl von Norden als auch von Süden möglich ist. Nur das beliebte im Stau stehen vom Rathaus bis zum Gänsemarkt, das wird es nicht mehr geben.“

 

 

Sperrung steht nicht zur Entscheidung an

Antje Klein sagt: „Zur Stellungnahme von Erich Handrick, Kreisvorsitzender der Senioren-Union: Die Sperrung des Großfleckens wäre nicht nur für ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger besonders schlimm, sondern für alle. Eine Sperrung steht aber gar nicht zur Entscheidung an, nur eine Verringerung des Durchgangsverkehrs. Sämtliche Geschäfte, Parkplätze, Arztpraxen und sonstige Einrichtungen auf dem Großflecken bleiben für Pkw frei zugänglich. Wer die aufsuchen will oder sich hinbringen lässt, produziert keinen Durchgangsverkehr und kann dies ohne Einschränkungen tun. Auch haben nicht alle Älteren einen Pkw oder Angehörige, die sie im Pkw befördern. Dieser Personenkreis, und nicht nur der, ist dankbar für pünktlich verkehrende Busse. Wer nur durchfährt, hat kein Interesse, auf dem Großflecken einzukaufen. Wenn die Geschäftsleute, die sich ausnahmsweise endlich einmal einig sind und gemeinsam handeln, diese Energie darauf verwenden würden, attraktive Angebote zu machen, brauchten sie sich um ihre Umsätze keine Gedanken zu machen.“

 

 

Wir haben das alles nicht so geplant

Renate Körner schreibt: „Ich finde die ganze Debatte völlig daneben. Man muss sich ja nur mal umschauen in der Innenstadt und sich fragen, wo sind sie hin, die alteingesessenen Neumünsteraner Läden? Was passiert denn mit dem Rest, wenn der Flecken jetzt auch noch gesperrt wird? Wer denkt denn mal bitte an den Einzelhändler? Überall schimpfen die Fußgänger, sie kommen nicht auf die andere Straßenseite, ja, warum denn? Wer ist da Schuld? Wir haben das so nicht geplant, wir sind nicht die, die immer mehr an das große Geld wollen und dafür den falschen Weg wählen und den kleinen Mann links runterfallen lassen.Jede Woche lese ich in der Zeitung den Fragebogen und immer die gleiche Antwort auf die Frage: Was stört sie an Neumünster? Dass die Menschen ihre Stadt so negativ sehen. Aber warum tun sie das wohl? Was wird hier bei uns für den eigenen Bürger getan? Fällt mir kaum was ein. Selbst die gewohnten Veranstaltungen, wo man sich das ganze Jahr drauf freut, wird alles verkleinert. Aber gebaut wird, und dann heißt es: um Leute von außerhalb anzulocken. Na toll, ist ja wichtig, dass Leute mit Geld kommen, aber dafür den eigenen Bürger Bürger sein lassen? Neues ist ja schön und gut, aber sind wir doch mal ehrlich: Wo landen wir, wenn wir alle nur noch so denken und handeln würden wie die Stadtväter von Neumünster? In diesem Sinne hoffe ich, dass alle Verantwortlichen nochmal in sich gehen und dann die beste Entscheidung treffen.“

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erstellt am 14.Mai.2014 | 07:30 Uhr

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