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Holsteinischer Courier

19. August 2017 | 17:30 Uhr

Boostedt : Der Glasgang soll weichen

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Dach ist undicht und die Rahmen der Fenster rotten. Der Kita-Leiter drängt auf eine Lösung.

Boostedt | Seit mehr als fünf Jahren ist der marode Glasgang in der Boostedter Kindertagesstätte (Kita), in dem auch ein Gruppenraum für U3-Kinder untergebracht ist, Thema in der Kommunalpolitik (der Courier berichtete). Passiert ist allerdings bisher nichts. Doch die Zeit für eine Lösung drängt. „Denn nicht nur die Holzfenster rotten weiter vor sich hin. Das Dach ist mittlerweile undicht, und der Raum ist für Krabbelkinder im Grunde nicht ausreichend beheizbar“, erklärte der Leiter der Kita, Hartmut David, bei einem Ortstermin.

Auf einer Sondersitzung des Ausschusses für Jugend, Sport, Senioren und Soziales war der Glasgang einmal mehr Thema. Vorgestellt wurden Pläne für eine Sanierung mit Kosten in Höhe von 420 000 Euro. Aber auch ein Rückbau für 162 000 Euro wurde vorgeschlagen. Einbracht wurde von Wolfgang Brückner (CDU) auch die Wiederaufnahme bereits bestehender Pläne für einen An- oder Neubau aus dem Jahr 2007. Doch einen konkreten Beschluss zur Abhilfe fassten die Mitglieder wieder nicht. Nach eingehender Diskussion einigte man sich letztlich lediglich auf die Empfehlung, den Glasgang im Hinblick auf die geplante bauliche Weiterentwicklung der Kita am jetzigen Standort der Feuerwehr (der Courier berichtete) zurückzubauen.

„Dass die Politik für dieses akute Problem so lange keine Lösung findet, ist den Eltern nicht mehr zu vermitteln“, erklärte Hartmut David. Denn schließlich sei die Problematik des maroden Ganges ja ganz unabhängig von der zukünftigen Entwicklung der Einrichtung. „Denn ganz gleich, ob der Gang nun saniert oder abgerissen wird, brauchen wir eine vernünftige Zwischenlösung für die Unterbringung der Gruppe“, führte er aus.

Für den Kita-Leiter käme dafür auch durchaus eine zeitweilige Containerlösung infrage. „Damit hätten wir für zwei, drei Jahre einen brauchbaren Raum. Und die Gemeinde hätte den Rücken frei für weitere Planungen“, erläuterte er. Außerdem seien Container zurzeit günstig zu haben. Entsprechende Preisanfragen von der Verwaltung habe es bereits im Zuge der Diskussion über die zweite Kita (der Courier berichtete) gegeben. „Also könnte es doch eigentlich zeitnah losgehen“, so die Meinung von Hartmut David.

Auf Anfrage bestätigte auch Bürgermeister Hartmut König (CDU), dass ein solches Vorgehen durchaus denkbar sei. Allerdings mutmaßte er, dass diese Übergangslösung der Politik wieder zu viel Zeit ließe, um sich für einen endgültigen Zukunftsplan für die Kita zu entscheiden. „Aber an beiden Projekten müssen wir jetzt permanent dranbleiben“, erklärte König.  



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