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Verkehrsführung : Der Gänsemarkt kommt auf den Prüfstand

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Die Stadtverwaltung hat erkannt, dass die Verkehrsführung nicht richtig funktioniert. Leuchtende „Katzenaugen“ sollen die Fahrbahn besser markieren.

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erstellt am 12.Mär.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Die Verkehrsführung auf der Gänsemarktkreuzung kommt auf den Prüfstand. „Autofahrer haben die unnatürliche reine Rechtsabbiegerspur nicht verstanden“, sagte Hans Werner Pundt (CDU) am Donnerstagabend im Bau-, Planungs- und Umweltausschuss.

Um die Verkehrsströme zur Holsten-Galerie zu bewältigen, hatte die Stadt die Kreuzung 2015 aufgeweitet. Vom Bahnhof aus dürfen Autos auf der rechten Spur nur in die Straße Am Teich abbiegen. Die andere Spur ist für den Geradeausverkehr Richtung Großflecken/Rathaus und für Linksabbieger in die Christianstraße reserviert. Doch das erkennen vor allem auswärtige Fahrer oft nicht; es kommt häufig zu Beinahe-Unfällen. Außerdem weist mittlerweile nicht einmal mehr ein Schild auf die Verkehrsführung hin.

„Wir sehen ja auch das Problem, dass das nicht funktioniert“, räumte Tiefbau-Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker ein. Man sei aber noch nicht soweit, die Schlussfolgerung von CDU-Mann Pundt zu ziehen, der die rechte Spur auch für den Geradeausverkehr öffnen will. Zunächst will die Stadt besser sichtbare Fahrbahnmarkierungen testen. Die Markierungsnägel für etwa 20 Euro pro Stück haben LED-Leuchten und brauchen keinen Stromanschluss, da sie sich durch Fotozellen tagsüber aufladen. Die selbst leuchtenden „Katzenaugen“ sollen aber zunächst am Rathaus getestet werden, wo die Fahrbahn ebenfalls verschwenkt ist.

Dass das Verkehrsaufkommen mit der Holsten-Galerie größer geworden ist, war zu erwarten, sagte Verkehrsplaner Michael Köwer gestern. Eine Zählung schon am 19. November habe in der Hauptverkehrszeit zwischen 16.30 und 17.30 Uhr folgende Spitzenwerte ergeben: Richtung Rathaus fuhren 465 Fahrzeuge, in der Gegenrichtung zum Bahnhof waren es 425. Vom Bahnhof aus Richtung Am Teich wurden 119 Autos gezählt, nach links zur Christianstraße bogen 93 ab.

Damit haben sich laut Köwer die Erwartungen bestätigt, denn es gibt tatsächlich mehr Rechts- als Linksabbieger. Und da die Furt für Fußgänger und Radler auf der Teich-Seite mehr genutzt wird als die Seite beim Kuhberg-Karree, entstehen für Rechtsabbieger zur Straße Am Teich längere Wartezeiten. Auch das sei ein Grund für eine ausschließliche Rechtsabbiegespur.

„Das kommt jetzt auf den Prüfstand“, sagte Köwer. Die Stadt will schauen, was sich mit der Ampelschaltung und was sich mit einer anderen Spuraufteilung optimieren lässt. Im April soll der Bericht des externen Planungsbüros SBI aus Hamburg vorliegen. Dann will die Stadt ihre Entscheidung treffen.

Gebaut werden muss auch noch einmal an der Kieler Brücke zwischen Kuhberg und Großflecken. „Die Fuge zwischen der Kreuzung und dem Großflecken bei Karstadt muss hergestellt werden, das Pflaster dort vergossen werden“, sagte Tiefbau-Chef Schnittker. Dazu ist eine Vollsperrung für zweimal 14 Tage nötig, so Schnittker. Im Gespräch dafür sind die 14. bis 17. Kalenderwoche, also fast der gesamte April.
 

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