Flugsportclub : Der Flugplatz ist weiter im Aufwind

Schleswig-Holstein von oben: Diese Perpektive können Interessierte beim Flugsport-Club Neumünster genießen. Das Foto schoss FSCN-Präsident Thomas Dreymann bei einem Flug über Hohenlockstedt.
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Schleswig-Holstein von oben: Diese Perpektive können Interessierte beim Flugsport-Club Neumünster genießen. Das Foto schoss FSCN-Präsident Thomas Dreymann bei einem Flug über Hohenlockstedt.

2014 gab es am Baumschulweg fast 2300 Landungen / Schüler pauken Theorie / Schlechtes Wetter wird für die Wartung genutzt

shz.de von
20. Januar 2015, 07:30 Uhr

Neumünster | Stürme fegen über das Land; Dauerregen, Graupel und mieses Wetter sorgen zurzeit am Flugplatz am Baumschulenweg dafür, dass sie Flieger eher am Boden bleiben. Dennoch herrscht Hochbetrieb beim Flugsport-Club Neumünster (FSCN): Unter Regie der Werkstattleiter nehmen die Piloten kleine Reparaturarbeiten vor, bessern Lackschäden aus und reinigen die Flugzeuge gründlich.

Außerdem zieht FSCN-Präsident Thomas Dreymann eine positive Bilanz des vergangenen Jahres: „Das war ein ähnlich gutes Jahr wie 2013, auch wenn wir noch keine genauen Zahlen haben. Damals waren es in der Sparte Motorflug 2300 Landungen, davon 770 durch Schulungen. Hinzu kommen noch unzählige Landungen und Starts bei den Segelfliegern.“

Vor einigen Jahren seien es noch 1800 Landungen im Jahr gewesen, so Dreymann. „Auch wenn der Flugplatz Neumünster anscheinend nicht so bekannt ist wie Itzehoe, Uetersen oder Lübeck, spricht er sich doch allmählich herum. Er wird beliebter“, sagt Dreymann. Größtes Zugpferd des Flugsportclubs ist definitiv das zweitägige Flugplatzfest – auch bei norddeutschem Schmuddelwetter. „Das Fest ist für viele ein fester Termin, wenn das Wetter einen Tag nicht so passt, kommen die Leute am anderen Tag, das war 2014 so“, erklärt der Clubpräsident und verweist auf die Besucherzahl von 20 000 Menschen. Außerdem meldeten sich im Frühjahr erfahrungsgemäß viele Interessierte, die fliegen lernen wollten – und haben Appetit bekommen, als sie die historischen und modernen Maschinen auf dem Fest bewunderten.

Bei den aktuellen Wartungsarbeiten wird bei den Segelfliegern besonders großer Wert auf eine gute Oberflächenbehandlung der Tragflächen gelegt. Damit wird der Strömungswiderstand reduziert und die Oberfläche vor schädlichen Witterungseinflüssen geschützt. Speziell geschulte Piloten erledigen die Wartungsarbeiten an den vereinseigenen Motorflugzeugen. Daneben wird auch der Flugplatz in Eigenregie durch den Verein in Schuss gehalten.

In den Clubräumen findet zeitgleich der theoretische Unterricht für Flugschüler statt. Die ehrenamtlichen FSCN-Fluglehrer unterrichten in allen notwendigen Fächern und stehen den Flugschülern stets mit Rat und Tat zur Seite. Seit vielen Jahren bildet der Flugsport-Club nicht nur Segelflug-, sondern auch Motorflugpiloten aus – und dies sehr erfolgreich aufgrund der Tatsache, dass die erfahrenen Fluglehrer teilweise auch beruflich fliegen. „Unsere Schüler profitieren von diesen Erfahrungen und freuen sich natürlich, dass auf Grund der hohen Flexibilität unserer Lehrer fast an jedem Tag in der Woche praktischer Unterricht ermöglicht werden kann“, sagt der FSCN-Präsident.

Der Flugsport-Club Neumünster betreibt mehrere Segel- und Motorflugzeuge. Aktuell gehören dem Verein 120 Aktive in den Sparten Segelflug, Motorflug und den Modellfliegern an. Nur aktive Ballonfahrer gibt es zurzeit nicht. „Wir halten aber Kontakt zu anderen Vereinen, damit wir auf dem Flugplatzfest auch diesen Flugsport präsentieren können“, sagt Dreymann.

Interessierte haben die Gelegenheit, mit FSCN-Piloten zu einem Schnupperflug abzuheben. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.fscn.de.

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