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Tierpark : Der erste Ausflug von Ronja und Gerda

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Zwei Elchkühe aus Schweden sind eingezogen und schauten neugierig zum Elchbullen Bo im Nachbargehege

Neumünster | Revierleiterin Ines Petersen gab sich alle Mühe: „Uhhho, uhhho“, röhrte sie gestern Mittag mit einem abgebrochenen Ast wedelnd hinter dem Stall stehend. „Das ist elchisch und bedeutet: Kommt endlich raus!“, erklärte die Tierpflegerin und hatte mit ihren Fremdsprachenkenntnissen Erfolg: Die Neugier von Gerda (4) aus Gera und Ronja (2) aus Boras in Schweden überwog das Misstrauen. Langsam trotteten die beiden neuen Elchkühe zum ersten Mal aus ihrer Box auf die Mutter-Kind-Wiese im Tierpark.

Am Freitag brachte ein Spezialtransporter das Damen-Duo aus dem Zoo Rostock nach Neumünster. Dort soll ein neues „Polarium“ entstehen. Wegen der Baumaßnahmen mussten die Elche weg. Zum Glück für den Tierpark: „Wir haben schon recht lange nach Gesellschaft für unseren Bullen Bo gesucht. Das wir nun gleich zwei Kühe übernehmen konnten, die sich schon kennen, ist für uns ein Glücksfall“, sagt die zoologische Leiterin, Verena Kaspari.

Einer, der den Auftritt der Damen ganz besonders aufgeregt verfolgte, war dann auch Bo. Immer wieder warf er den beiden neuen Schönheiten schmachtende Blicke über den Zaun zu. Bis zur ersten Begegnung muss er sich aber noch 27 Tage gedulden. „So lange dauert die Quarantäne-Zeit“, erklärt Verena Kaspari.

Gedulden müssen sich auch weiterhin die Besucher des Tierparks, die Dorle sehen wollen. Die im August 2015 geborene Seehund-Dame kam Anfang November aus dem Zoo Karlsruhe nach Neumünster und ziert sich noch immer, für längere Zeit aus dem Wasser zu kommen. Sie lebt in einem kleinen Bassin, abseits der aus älteren Tieren bestehenden Gruppe. Tierpfleger Mario Lichtenberg versucht täglich, die scheue Dorle zu trainieren, doch das gestaltet sich schwierig. Auch vom männlichen Seehundnachwuchs Houston will sie nichts wissen. „Wir gehen die Sache langsam an. Ins große Becken kann sie aber erst, wenn sie auch Fische aus der Hand frisst“, sagt Verena Kaspari.

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erstellt am 13.Dez.2016 | 08:00 Uhr

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