Neues Kulturgut : Der Bücherschrank in Trappenkamp

Für den Trappenkamper Erhard Drapatz hielt der Bücherschrank wie ein kleines Zauberwerk genau das richtige Buch bereit. Drapatz Frau liebt Kartoffeln. Er selbst träumt schmunzelnd von Pasta.
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Für den Trappenkamper Erhard Drapatz hielt der Bücherschrank wie ein kleines Zauberwerk genau das richtige Buch bereit. Drapatz Frau liebt Kartoffeln. Er selbst träumt schmunzelnd von Pasta.

Ein Traum wurde wahr: Leseratten aus Trappenkamp und Umgebung können ihre Schmöker ab sofort tauschen.

shz.de von
28. Juli 2014, 07:15 Uhr

Trappenkamp | Ein Bücherschrank, wie er in vielen Städten und Gemeinden bereits für regen Austausch unter eingeweihten Leseratten sorgt, davon haben die beiden Trappenkamperinnen Anne Hogrebe und Ursula Petersen geträumt. Jetzt ist er da.

Vor einem halben Jahr hatten die beiden lesefreudigen Frauen sich in der Bürgersprechstunde an Harald Krille gewandt. Trappenkamps Bürgermeister ließ sich nicht zweimal bitten. „Tolle Idee“, fand auch Gemeindedezernent Werner Schultz. Mit dem Kauf eines hölzernen Bücherschranks war es allerdings nicht getan. Auch Trappenkamper Jugendliche haben sich an dem kleinen Bürgerprojekt beteiligt und den Bücherschrank unter Leitung des Hamburger Kunststudenten Philipp Prinz in ein buntes Stück Lebensfreude verwandelt. Frech, modern und in frohen hellen Farben leuchtend, steht der Bücherschrank seit einer Woche am Trappenkamper Sudetenplatz.

Freitagnachmittag füllten Anne Hogrebe, Ursula Petersen und Trappenkamper Bürger den Schrank mit Büchern und feierten in fröhlicher Runde die Eröffnung des ersten Trappenkamper Bücherschranks. „Schau einmal Rosemarie. Wenn du dieses Buch hast, gibt es nicht mehr immer nur Kartoffeln!“, begeisterte sich der Trappenkamper Erhard Drapatz für ein italienisches Pastabuch.

Der Bücherschrank ist jeden Tag für Jung und Alt von morgens bis abends geöffnet und als Tauschschrank gedacht, erklärten Anne Hogrebe und Ursula Petersen zur Einweihung. Wer ein Buch mitnehmen möchte, soll es gegen ein mitgebrachtes tauschen. Wenige Meter neben dem Bücherschrank am Sudetenplatz lädt eine Bank zum ersten Stöbern in den Büchern ein.

Und vielleicht macht das Modell ja Schule oder es gibt irgendwann einen kleinen überdachten Sitzplatz, hieß es aus den Reihen der etwa 25 Gäste. „Auf jeden Fall ist Trappenkamp um ein nettes kleines Stück Kulturgut reicher“, meinte Bürgermeister Harald Krille. „Der Bücherschrank ist ein tolles Beispiel für Bürgerengagement zum Anfassen.“

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