Brügge : Der Brügger Markt: Abriss im Mai geplant

Bürgermeister Werner Kärgel (von links), Jörn Panthel (Ostsee-Immobilien) und der Bauausschussvorsitzende Detlef Köpke stellten das Bauprojekt „Markt-Terrassen“ vor.
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Bürgermeister Werner Kärgel (von links), Jörn Panthel (Ostsee-Immobilien) und der Bauausschussvorsitzende Detlef Köpke stellten das Bauprojekt „Markt-Terrassen“ vor.

Neues Wohnprojekt wurde den Einwohnern vorgestellt.

shz.de von
22. Januar 2015, 08:30 Uhr

Brügge | Um die bauliche Entwicklung der Gemeinde Brügge ging es auf der Einwohnerversammlung vorgestern Abend. In Stoltenbergs Gasthof stand der Wohnkomplex im Mittelpunkt, der dort entsteht, wo sich noch die Gaststätte Brügger Markt befindet.

Nur 13 von insgesamt 1029 Einwohnern konnte Bürgermeister Werner Kärgel begrüßen. Dabei hatte der Abriss des etwa 200 Jahren alten Brügger Marktes Mitte vorigen Jahres noch für mächtig Aufregung im Dorf gesorgt. Investoren der Firma Ostsee-Immobilien aus Heikendorf stehen in den Startlöchern, um auf dem 1450 Quadratmeter großen Grundstück ein Wohnhaus mit zwei Vollgeschossen, einem so genannten Staffelgeschoss sowie Dachgeschoss mit einer 30-prozentigen Neigung zu realisieren. „Markt-Terrassen“ heißt das Projekt. Neun Wohnungen zwischen 90 und 139 Quadratmetern Größe sollen auf vier Ebenen entstehen. Mit einer Firsthöhe von etwa 14 Metern soll sich das neue Gebäude in das Ortsbild einfügen. Der Landgasthof Brügger Markt hat eine Firsthöhe von rund 13 Metern.

„Und weil sich der Neubau nach Art und Maß der Nutzung, Bauweise und Grundstücksfläche in das Dorfbild einfügt, hat die Kommune keine andere Möglichkeit, als Ja zu sagen“, betonte der Bauausschussvorsitzende Detlef Köpke.

Nach Aussage von Jörn Panthel von der Firma Ostsee-Immobilien wird der alten Landgasthof voraussichtlich im Mai abgerissen. Zuvor muss aber noch der Bauantrag beim Kreis Rendsburg-Eckernförde eingereicht und genehmigt werden.

Darüber hinaus legte Bürgermeister Kärgel einen Wohnentwicklungsplan für den inneren Gemeindebereich vor. „Um eine Aussage zum Flächenpotenzial machen zu können, sind wir dafür vor etwa einem Jahr den ganzen Bereich extra abgelaufen“, sagte der Gemeindechef.

Er stellte klar, dass hinsichtlich dieses Themas noch alles offen sei. Es handele sich um eine Vorprüfung möglicher Bauflächen im Innenbereich, nachdem die Landesplaner den Brüggern 35 weitere Wohneinheiten zugestanden haben. Darüber wird nun in den Ausschüssen beraten.

Zur Konsolidierung der Gemeindefinanzen kamen die Ortspolitiker nach Aussage des Bürgermeisters nicht umhin, die Steuern zu erhöhen. Eine Anhebung der Grundsteuer A und B um 40 Prozentpunkte auf neu 340 sowie ein Plus bei den Gewerbesteuern um 30 Punkte auf nunmehr 360 bringt den Brüggern eine zusätzliche Einnahme von jährlich etwa 20 000 Euro ein.  










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