Aukrug : Der Biber an der Bünzau ist ein putzmunterer Nager

Frisch gefällt: Typische Nagespuren des Bünzau-Bibers gibt es an diesem Baum.
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Frisch gefällt: Typische Nagespuren des Bünzau-Bibers gibt es an diesem Baum.

Mehrere Weiden wurden von dem Nager flachgelegt, um an die leckeren Triebe in den Baumkronen zu gelangen.

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16. März 2015, 07:30 Uhr

Aukrug | Die typischen Nagespuren an frisch gefällten Bäumen sind der Beweis: Der Biber an der Bünzau ist nach wie vor putzmunter. „Das Tier ist mindestens schon zehn Jahre da“, stellt Günter Maaß vom Wasser- und Bodenverband Bünzau (WBV) fest, „und für sein Alter hat er scheinbar noch ganz gute Zähne.“ Mehrere Weiden wurden von dem Nager flachgelegt, um an die leckeren Triebe in den Baumkronen zu gelangen, die dann wohl an Ort und Stelle verputzt oder zur Biberburg geschleppt wurden. „Man sieht hier an der Bünzau regelmäßig solche frischen Nagespuren“, berichtet Maaß. Ob der Bünzau-Biber vor zehn Jahren aus einem Tierpark ausgebüxt oder ganz von der Elbe nach Aukrug gewandert ist, weiß man nicht. Fest steht, dass es sich um einen Einzelgänger handelt. „Falls das ein Pärchen wäre, hätten wir hier in der Zwischenzeit schon viel mehr Biber“, meint Hartwig Hahn. „Wenn der Biber hier Bäume umlegt, sind wir stolz darauf“, betont WBV-Chef Gerd Looft-Böttiger. „Bei uns hat jede Kreatur ein Recht auf einen eigenen Lebensraum, denn wir sind für eine möglichst große Artenvielfalt.“ Befürchtungen, dass der Biber als Dammbauer die Renaturierungsmaßnahmen des WBV sabotieren könnte, gibt es nicht. „Wir brauchen sogar ein bisschen Totholz für die Gewässer“, erklärt Looft-Böttiger. 


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