Lärmschutzwand : Der Bau verzögert sich weiter

Es geht in die nächste Runde: Die neue Lärmschutzwand an der Altonaer Straße (im Hintergrund die alte Wand) wird frühestens im kommenden Jahr fertig, weil jetzt erst mal der Baugrund untersucht werden muss.
Es geht in die nächste Runde: Die neue Lärmschutzwand an der Altonaer Straße (im Hintergrund die alte Wand) wird frühestens im kommenden Jahr fertig, weil jetzt erst mal der Baugrund untersucht werden muss.

Anlieger der Altonaer Straße lehnen eine begrünte Wand ab. Neue Verträge sind nötig.

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27. Oktober 2014, 12:00 Uhr

Neumünster | In der „unendlichen Geschichte“ um den Ersatz für die marode Lärmschutzwand an der Altonaer Straße zum Ochsenweg hin könnten durchaus noch zwei weitere Jahre ins Land gehen. Das erfuhr jetzt Wittorfs Stadtteilvorsteherin Sabine Krebs auf Nachfrage im Bau-, Plaungs- und Umweltausschuss.

Gut sieben Jahre dauern jetzt schon die Planungen für die neue Schutzwand. „Es gibt jetzt eine Einigung mit den Anliegern über eine geänderte Konstruktion“, sagte Tiefbau-Fachdienstleiter Ralf-Joseph Schnittker im Ausschuss. Der Planer habe den Entwurf eingereicht, und dieser soll jetzt im November den Anliegern vorgestellt werden.

Statt einer begrünten Wand sieht der neue Entwurf eine Lösung aus Beton vor. „Die Anlieger müssen zustimmen, dass der Baugrund – unter anderem auch vom Kampfmittelräumdienst – untersucht wird“, sagte Schnittker. Dann erst könne eine Statik erstellt werden. Wenn es zügig zu einem Vertragsabschluss mit den Anliegern komme, könne die Ausschreibung des Baus noch vor den Sommerferien passieren. Die Lärmschutzwand wäre dann noch 2015 fertig zu stellen, andernfalls erst im Jahr 2016.

Hintergrund: Einige Anlieger wollten die vom Bauausschuss, vom Stadtteilbeirat und von der Ratsversammlung beschlossene Lösung mit einer begrünten Wand nicht, weil sie befürchteten, dass eine naturbelassene Wand auf Dauer nicht schön aussieht, sagte Schnittker auf Courier-Nachfrage: „Dafür hat die Stadt eine Baugenehmigung.“

Nach der Ablehnung wurde der Baubeschluss daraufhin im Stadtteilbeirat und Bauausschuss wieder einkassiert. Die Neuplanung mit den Anliegern sieht eine schlichtere Konstruktion vor, erfordert aber andere Fundamente. Schnittker: „Wir benötigen von jedem einzelnen Anlieger die Zustimmung zur Übertragung des Grundstücksteils für die Wand an die Stadt.“

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