Christianstraße 95 : Der Abriss hat begonnen

Volker Hinrichs wohnt an der Bismarckstraße 56 und fotografierte die Abrissarbeiten von seinem Toilettenfenster aus.
Foto:
1 von 4
Volker Hinrichs wohnt an der Bismarckstraße 56 und fotografierte die Abrissarbeiten von seinem Toilettenfenster aus.

Eckhaus mit der markanten Fassade war nicht zu retten. Was mit der Brache passieren soll, ist unklar

von
18. Juni 2014, 05:30 Uhr

Neumünster | Manche mögen es bedauern, andere begrüßen: Das Eckhaus an der Christianstraße 95/Bismarckstraße mit seiner markanten Fassade wird aus dem Stadtbild verschwinden. Gestern rückten die Abrissbagger an und arbeiteten sich von der rückwärtigen Hausseite vor. Der Flügel an der Bismarckstraße war gestern schon nahezu abgetragen.

Die Christianstraße ist wegen der Arbeiten voraussichtlich noch bis zum kommenden Dienstag, 24. Juni, von der Bismarckstraße aus stadteinwärts voll gesperrt. Nur Fußgänger können auf der östlichen Seite den Gehweg passieren. Für Autofahrer ist eine Umleitung ausgeschildert (der Courier berichtete). Sie hatten sich offensichtlich auf die neue Verkehrssituation eingestellt, denn zumindest gestern kam es im Berufsverkehr auch auf Ring zu keinen großen Behinderungen.

„Es wurde Zeit, dass nach dem jahrelangen Leerstand etwas passiert“, sagte Nachbar Volker Hinrichs. Er wohnt an der Bismarckstraße und fotografierte das Geschehen von seinem Toilettenfenster aus. Das Gebäude steht seit mehr als zehn Jahren leer und wurde 2011 von der Stadt gekauft. Die Nachbargebäude an der Bismarckstraße 58 bis 62 waren bereits im Februar 2013 abgerissen worden.

Eigentlich wollte die Stadt das Eckhaus, zumindest aber die das Stadtbild prägende Fassade zum Berliner Platz hin erhalten. Doch das ließ sich nicht verwirklichen. „Die Kosten für eine Sanierung wären sehr hoch gewesen und lägen über denen eines Neubaus“, sagte Sabine Schilf vom Fachdienst Stadtplanung. Das wäre unwirtschaftlich gewesen. Der Bauausschuss stimmte im Februar dem Abriss zu.

Was mit der Brache passieren soll, ist offen. Die Stadt würde das gesamte Areal gerne verkaufen. „Das Gelände kann wieder bebaut werden“, sagte Sabine Schilf.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen