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Gesundheitsstudie : Den Volkskrankheiten auf der Spur

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Neumünsteraner nehmen an einer bundesweiten Gesundheitsstudie teil. Auch Courier-Reporter Rolf Ziehm hat mitgemacht.

von
erstellt am 01.Apr.2016 | 08:15 Uhr

Neumünster | Es ist die bundesweit größte Gesundheitsstudie – und Tausende Neumünsteraner sollen zu ihrem Gelingen beitragen. Das Institut für Epidemiologie der Kieler Universität hat sich neben 17 weiteren Studienzentren das Ziel gesetzt, mehr über Volkskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs oder Diabetes herauszufinden.

Für die Studie mit dem Titel „Nationale Kohorte“ wurden im Großraum Kiel bislang fast 15 000 Menschen eingeladen, darunter 2337 Neumünsteraner. 2337 weitere sollen in den kommenden Wochen Post erhalten. Einer der Kandidaten, die von den Einwohnermeldeämtern nach dem Zufallsprinzip ausgewählt wurden, ist Courier-Reporter Rolf Ziehm. Er nahm gestern an der Untersuchung auf dem Campus der Uniklinik teil: „Wenn es der Forschung hilft, unterstütze ich das gerne.“

Die rund dreistündige Untersuchung startete mit einem Gespräch, in dem zunächst Fragen zur Lebensweise und Vorerkrankungen abgeklärt wurden. „Da wurde man von Kopf bis Fuß durchleuchtet“, sagte Rolf Ziehm. Danach ging es an den praktischen Teil. „Achtung, jetzt kann es gleich ein bisschen kitzeln“, warnte Teamleiterin Andrea Koch, als sie Ziehm mit einem Wattestäbchen einen Nasenabstrich entnahm. Die Proben, darunter Blut, Speichel und Urin, werden im Labor erfasst und für unterschiedliche Analysen verwendet, erklärte Mitarbeiterin Inken Hoffmann.

Weiter ging es bei der Untersuchung mit der Messung von Blutdruck, Puls, Körpergröße, Gewicht, Körperfettanteil, Taillenumfang oder Handdruckkraft. Diese Teile der Untersuchung zählten eindeutig zu den leichteren Parts. Schwieriger wurde es bei den Untersuchungen zur Gedächtnisleistung. Dort galt es, Zahlenreihen zu erfassen und in umgekehrter Reihenfolge wiederzugeben: „Die Aufgaben waren nicht ohne“, stellte Rolf Ziehm fest, der in zirka ein bis zwei Wochen per Post seine Ergebnisse erhält. Die werden von der Ärztin der anonymisierten Studie, Dr. Marie Tempel, gesammelt und in einem Ergebnisbrief zusammengefasst.

In vier bis fünf Jahren findet eine Nachuntersuchung statt. Rolf Ziehm will dann erneut dabei sein: „Das ist eine tolle Aktion, von der man letztendlich auch selbst profitiert.“

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