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Holsteinischer Courier

16. Dezember 2017 | 12:22 Uhr

Bordesholm : Den Kita-Platz per Mausklick finden

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das Pilotprojekt wurde gestern landesweit von Sozialministerin Kristin Alheit in Bordesholm gestartet. Es soll einen Überblick über alle Einrichtungen geben.

Bordesholm | Das Gerenne um einen Kindergartenplatz soll ein Ende haben: Per Mausklick können sich Eltern zukünftig einen Überblick über die freien Plätze in Schleswig-Holsteins Kindergärten verschaffen. Der Startschuss für ein in den Flächenländern des Bundes bisher einmaliges Pilotprojekt fiel gestern in Bordesholm: Sozialministerin Kristin Alheit hat das „Kita-Portal Schleswig-Holstein“ eröffnet.

Die neue Datenbank ist ein Angebot des Ministeriums für Soziales, das die Interessen von Eltern, Kindergärten und Kommunen bei der Vermittlung von Betreuungsplätzen bündelt. „Ab sofort sind Kitas und Kommunen in ganz Schleswig-Holstein eingeladen, das Portal zu nutzen und mit ihrem Betreuungsangebot zu füllen. Eltern können erfahren, wo Betreuungsplätze zur Verfügung stehen, Kommunen erkennen Doppel- und Mehrfachanmeldungen, und Kitas bietet sich darüber hinaus eine gute Präsentationsplattform“, erläuterte die Ministerin bei ihrem Besuch in der Verwaltungsakademie in Bordesholm.

Das Portal soll flächendeckend alle Informationen geben für Eltern, Kita und Kommune. Den Vorteil für die Kommunen schilderte Marion Marx vom Städteverband Schleswig-Holstein für die Kommunalen Landesverbände: „Mit der Kita-Datenbank schaffen wir eine optimale Grundlage für die Bedarfsplanung in den Kommunen und damit auch für den weiteren Ausbau der Kindertagesbetreuung.“ Eltern können kostenfrei über unterschiedliche Suchkriterien wie Umkreissuche, Altersgruppe oder freie Plätze Betreuungsangebote finden und sich vormerken. Der Betreuungsvertrag wird aber wie gehabt vor Ort mit der Einrichtung geschlossen. Die Kommunen wiederum sind regelmäßig auf dem aktuellen Stand der Belegung und können auf den Bedarf reagieren. „Eine Win-win-Situation für alle Beteiligten“, wertete Ministerin Alheit, die selbst Mutter ist. Die Nutzung des Portals ist kostenfrei und freiwillig, die Ministerin hoffte jedoch: „Ich habe den Traum, dass 2017 alle Einrichtungen mitgemacht haben.“

Die Datenbank befindet sich nach einer viermonatigen Testphase in den Kreisen Segeberg, Stormarn und Ostholstein im Aufbau. Nach und nach werden nun per E-Mail die Kommunen informiert. Positive Signale kamen bereits unter anderem aus Neumünster und Rendsburg-Eckernförde, wie Marion Marx mitteilte. Um den Datenschutz abzusichern, war das Unabhängige Landeszentrum für Datenschutz in der Entwicklung dabei. Dataport, der IT-Dienstleister des Landes, ist für die technische Betreuung verantwortlich. Die jährlichen Kosten von rund 300 000 Euro für den Betrieb der Datenbank werden aus Landesmitteln für den IT-Bereich finanziert. In Schleswig-Holstein werden zurzeit in rund 1765 Einrichtungen und bei rund 1735 Tagespflegern rund 110 600 Kinder betreut. Ab sofort steht die Seite www.kitaportal-sh.de zur Nutzung bereit. 


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