Daldorf : Den Kampf ganz nah erleben

Sachsenfürst Björn Bunz (links) und Slawenfürst Timo Ott fiebern gespannt und voller Vorfreude der zweiten „Schlacht um Suentana“ entgegen. „Dann ist es aus mit der Freundschaft“, versprechen die beiden begeisterten Streiter.
Sachsenfürst Björn Bunz (links) und Slawenfürst Timo Ott fiebern gespannt und voller Vorfreude der zweiten „Schlacht um Suentana“ entgegen. „Dann ist es aus mit der Freundschaft“, versprechen die beiden begeisterten Streiter.

Sachsen und Slawen treten erneut gegeneinander im Erlebniswald Trappenkamp an.

shz.de von
03. Mai 2015, 15:00 Uhr

Daldorf | Schwerterklang und Schlachtengetümmel: Zum zweiten Mal treten begeisterte Freunde des frühen Mittelalters zur historischen „Schlacht bei Suentana“ (798 nach Christi Geburt) am kommenden Wochenende in der Kulisse des Erlebniswaldes Trappenkamp an.

Am Sonnabend, 9. Mai, und am Sonntag, 10. Mai, dürfen sich Besucher auf einen ganz besonderen Leckerbissen freuen. Dann gehört die Kulisse des Erlebniswaldes ganz den slawischen und sächsischen Kämpfern um Sachsenfürst Björn Bunz und Slawenfürst Timo Ott. Von 11 bis 18 Uhr können die Besucher das Getümmel der „Schlacht um Suentana“, Schauvorführungen der Kampftruppen, originalgetreues Lagerleben mit Rauch, Feuer und schlichten Unterkünften, fieberhafte Schlachtvorbereitungen, das Schnauben der Streitrösser und die Arbeit mittelalterlicher Handwerker im Lager erleben.

„Wir haben hart trainiert“, sagen Bunz und Ott als Vertreter der Kämpfer, die sich mit der Kerntruppe und vielen Mitstreitern bestens vorbereitet haben. Aus Luxemburg, aus Nordrhein-Westfalen, aus Holland und Polen werden die Infanteristen, Reiter und Bogenschützen anreisen, um bei dem einzigartigen Spektakel mitzumischen. Allein rund 200 Akteure und 50 Bogenschützen treten bei der Schlacht an. Hinzu kommen noch einmal etwa 200 Mitstreiter im Markt- und Heerlager. Nicht nur die Örtlichkeit ist authentisch, von der Kleidung der Kämpfer bis zu den Waffen und dem Heerlager wird ein authentischer Eindruck der damaligen Zeit vermittelt.

„Anders als im vergangenen Jahr dürfen sich die Zuschauer dieses Jahr auf hautnahes Geschehen freuen“, kündigt außerdem Gerald Bunz alias Einhard, Chronist König Karls, an. „Nur die Slawen, die sind traurig“, meinte Bunz. Die müssen zumindest bei der nach dem historischen Vorbild nachgestellten Schlacht drehbuchgerecht verlieren. Freuen dürfen sich die Streiter dafür im Anschluss auf eine offene Feldschlacht, bei der die Zuschauer noch einmal auf ihre Kosten kommen können. Die Kämpfe werden nach eingehendem und intensivem Training dicht am Publikum stattfinden. „Da waren schon einige Schöner-Sterben-Workshops nötig“, meinte Sachsenfürst Björn Bunz. Allein die Bogenschützen haben jede Woche trainiert.


Die Veranstaltung beginnt jeweils um 10 Uhr, ab 11.30 Uhr: Beginn der Aktionen; 13 bis 14 Uhr: historische Schlacht; Marktende 18 Uhr. Eintritt: Erwachsene 7 Euro, Kinder 5 Euro, Familien 20 Euro.

www.projekt-eisenwald.de







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