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ECE-Baustelle : Demontage des Parkhaus-Krans läuft reibungslos

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

In 50 Meter Höhe kamen Ausleger und Fahrerkabine an den Haken

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 06:30 Uhr

Neumünster | Es war ein bisschen wie ein Baukasten-Prinzip für Erwachsene: Gestern Morgen rollte ein großer Autodrehkran an, um den gelben Turmdrehkran beim ECE-Parkhaus an der Kaiserstraße abzutakeln. Stück für Stück schraubten Monteure den Ausleger auseinander, damit sie aus 35 Meter Höhe gen Boden schweben konnten.

„Der Autokran hat eine Traglast von 200 Tonnen, der Ausleger wiegt 12 Tonnen“, erläuterte Baumaschinenmeister Ralf Böllstorf von der Firma Trinac die Dimensionen. Insgesamt wiegt der Turmkran, der seit Beginn der Parkhausarbeiten steht, 90 Tonnen – inklusive des so genannten Zentralballasts, das sind die schweren Betonplatten, die den Kran stabilisieren. Der Ausleger hat eine Länge von 50 Meter. Die Tragkraft des Drehkrans an der Auslegerspitze beträgt 5,6 Tonnen, das entspreche genau dem Gewicht einer Deckenplatte inklusive der Berlegetraverse, erklärte Parkhaus-Bauleiter Joachim Streese.

Böllstorf, sein Kollege Matthias Hardt sowie die Monteure Sascha Gräwicke und Sascha Weiß von der Firma Gräwicke kletterten entweder nach oben auf den Kran, um Ausleger und Gegenausleger loszuschrauben, die am Boden in Einzelelemente zerlegt wurden. Oder sie befestigten die schweren Teile an Ketten, um sie auf einen Spezial-Schwerlasttransporter zu verladen – die Autokranfahrer Detlef Meyer mit dem richtigen Augenmerk auf dem Transporter platzierte.

Dabei war auch Muskelkraft gefragt, um die Stahlgerüst-Bausteine in die richtige Position zu schieben. Immer wieder blieben Passanten fasziniert stehen, um das Ganze zu beobachten; fast stündlich ergab sich ein neues Bild. Nachmittags lag die Fahrerkabine bereits am Boden, am späten Nachmittag war so gut wie alles demontiert.

Der Kran ist berühmt: „Der hat vorher sechs Jahre auf der Elbphilharmonie-Baustelle in Hamburg gestanden und ist millionenfach fotografiert worden“, sagte Böllstorf schmunzelnd.


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