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Holsteinischer Courier

17. November 2017 | 20:38 Uhr

Das Vicelinviertel aus Sicht der Kinder

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

von
erstellt am 02.Okt.2017 | 11:53 Uhr

Was gefällt den Kindern des Vicelinviertels an ihrem Quartier? Was nervt? Und was wünschen sie sich, um die Lebensqualität dort zu verbessern? Um ganz deutlich zu machen, wie die Straßen aus Kinderaugen aussehen, sind die Heranwachsenden jetzt zusammen mit Britt Karger vom Kivi (Kinder -und Jugendarbeit im Vicelinviertel) mit Kameras losgezogen und haben während des Fotoworkshops „Mein Vicelin – So sieht’s aus!“ ihren Stadtteil erkundet. Die Veranstaltung war Teil der „Interkulturellen Woche“ und fand zum ersten Mal statt.

Mit im Boot war auch das Amt des Landesbeauftragten für politische Bildung. „Es ist in dieser Form ein erster Versuch. Die Kinder sollen erleben, dass sie Gestaltungsmöglichkeiten haben und können erfahren, dass sie selbst etwas bewirken können“, erklärte Michael Holldorf vom Amt. Mitveranstalter war auch der Quartiersmanager Alexander Kühn: „Mich interessiert, was die Kinder gut und schlecht finden oder was ihnen vielleicht unheimlich ist. Die Anregungen wollen wir aufnehmen.“

Elf Kinder zwischen acht und elf Jahren hatten zunächst auf einer Straßenkarte ihre Wohnorte markiert und dabei schon einmal erzählt, wo sie sich gerne aufhalten. Sezgin (10) meinte, er gehe gerne auf den Spielplatz am Kirchhof, um dort Rad zu fahren und zu spielen. Laura (9) beanstandete den Müll an der Anscharstraße: „Das ist eklig und stinkt. Ich muss da jeden Tag vorbei, wenn ich zur Schule gehe. Ich wünsche mir, dass der Müll entsorgt wird.“ Gut gefällt der Viertklässlerin dagegen die Vicelinschule und das Kivi. Britt Karger fasste nach dem Workshop die Ergebnisse zusammen: „Sauberkeit war ein großes Thema. Viele Kinder stören die Hundehaufen und der herumliegende Müll. Gut gefielen ihnen alte Häuser an der Lornsenstraße. Aber sie wünschen sich auch mehr Platz zum Wohnen. Als ein Kind ausrief ‚Villen für alle‘ haben die anderen zugestimmt.“ Generell kam heraus, dass die Kinder ihr Vicelinviertel mögen und auch das Kivi für sie eine wichtige Anlaufstelle ist, wie Britt Karger sagte: „Sie haben ein positives Bild ihres Stadtteils.“

Ob die Fotos für eine Ausstellung verwendet werden sollen oder vielleicht als Plakate in die Stadt kommen, entscheidet die Gruppe am kommenden Mittwoch bei einem Treffen.

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