Das Überqueren der Straßen ist ein Abenteuer

Das Überqueren der Straßen von Ho-Chi-Minh-Stadt ist schwierig, die Touristenpolizei in den grünen Uniformen hilft.
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Das Überqueren der Straßen von Ho-Chi-Minh-Stadt ist schwierig, die Touristenpolizei in den grünen Uniformen hilft.

Mopeds brausen über die Straßen von Vietnam / Freundliche Menschen, herrliche Tempel, leckeres Essen

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19. Juli 2014, 11:11 Uhr

Da stehen wir vor einem Haus, das einmal eine sehr traurige Berühmtheit erlangt hat; mitten in Ho- Chi-Minh-Stadt, dem früheren Saigon, findet sich dieses Gebäude, das 1975 am Ende des Vietnamkrieges zum Hubschrauberlandeplatz für diejenigen Menschen wurde, die im letzten Moment den Truppen Nordvietnams entfliehen wollten; sie suchten so Zuflucht auf amerikanischen Kriegsschiffen vor der Küste des so gequälten Landes. Nicht allen gelang die Flucht, aber die Fernsehbilder dieses Wagnisses sind mir noch immer vor Augen.

Inzwischen ist von den Überbleibseln dieses Befreiungskrieges für uns Touristen nichts mehr zu sehen, wir fühlen uns sehr wohl in den Dörfern und Städten dies schönen Landes, genießen die Freundlichkeit der Menschen dort und natürlich das vietnamesische Essen, entdecken herrliche buddhistische Tempel und die schöne Kirche aus der französischen Kolonialzeit, das Postamt im Jugendstil, das von Eiffel, dem Bauer des Eiffelturms in Paris, zu Anfang des vergangenen Jahrhunderts gestaltet worden ist und müssen sehr vorsichtig sein, wenn wir die Straßen von Ho-Chi-Minh-Stadt überqueren. Hunderttausende von Mopeds füllen die Straßen in unendlichen Reihen; sie brausen mit großer Geschwindigkeit über die Straßen der Stadt. Oft bleibt dann nur die Hilfe der sogenannten Touristenpolizei, junge Menschen, die keinen Wehrdienst ableisten und eben ersatzweise den Touristen hilfreiche Unterstützung anbieten. So sind die Straßen durchaus zu überqueren.
 Die Fahrt als Seelsorger an Bord eines Kreuzfahrtschiffes auf den Meeren und Flüssen Südostasiens brachte wieder Passagieren die Botschaft von Jesus Christus nahe und zeigte uns allen, wie schön das friedliche Miteinander von Menschen, die Jahrzehnte unter Kriegen und Unterdrückungen fremder Mächte gelitten haben, sein kann. Ein Sonnenuntergang über einem vietnamesischen Reisfeld mit einem schwarzen Wasserbüffel und seinen begleitenden weißen Vögeln in der Nähe im Blick der Kamera bleiben unvergessen und setzen einem schönen Tag die Krone auf. Wie unwillkürlich kommt da wieder der erste Vers des Psalm 8 ins Gedächtnis: „ Herr unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen.“ Und zwar nicht nur in Vietnam, sondern überall in dieser Welt.

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