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NDR-„Intensiv-Station“ : Das Theater wurde zur Fernsehkulisse

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Der Norddeutsche Rundfunk zeichnete in Neumünster zum vierten Mal seine Satire-Sendung „Intensiv-Station“ auf.

shz.de von
erstellt am 05.Apr.2016 | 09:00 Uhr

Neumünster | Kuriose Gäste, witzige Sprüche und Live-Musik: Am Sonntag zeichnete der Norddeutsche Rundfunk seinen satirischen Monatsrückblick „Intensiv-Station“ im Theater der Stadthalle auf. 500 Besucher waren live dabei – und die mussten sich zunächst einmal in Geduld üben. Wegen der freien Platzwahl war Schlangestehen angesagt. Vermeintliche Vordrängler ernteten böse Blicke, aber am Ende hatte jeder seinen Platz erhalten und die gute Laune war wieder hergestellt.

Einige wenige Plätze in den ersten Reihen blieben sogar frei. Und leere Sitze funktionieren im Fernsehen natürlich gar nicht, deshalb hatte zunächst die Aufnahmeleiterin Angelika Lützkendorf ihren Auftritt auf der Bühne. Als es auf ihre Anfrage hin nicht genug Freiwillige gab, die von der Empore in die ersten Reihen wechseln wollten, ließ sie die Zuschauer einfach aufrücken.

Dann kam Moderator Axel Naumer auf die Bühne, der den weiteren Ablauf erklärte. „Wir zeichnen für die Radio- und für die Fernsehsendung auf, deshalb benötigen wir zwei Anfänge“, erklärte er. Und noch einen wichtigen Hinweis gab er mit auf den Weg: „Wenn Sie sich während der Aufzeichnung mal nicht sicher sind, ob es lustig ist – es ist.“ Der Monat März sei zwar nicht so toll gewesen, aber man habe sich die witzigen Dinge herausgepickt, darunter die Abneigung des türkischen Präsidenten Erdogan gegen deutsche Satire und die Flüchtlingskrise. Um die ersten Lacher mit der Kamera einzufangen, wurden die ersten Gäste schon mal vorgestellt.

Schallendes Gelächter hatte insbesondere Hans-Hermann Thielke in seiner Rolle als Ex-Postbeamter auf seiner Seite. Er erzählte zunächst von seinem Ford Fiesta, in den ein Marder eingezogen war, weshalb sein Auto zum Naturschutzgebiet erklärt wurde.

Kabarettist HG Butzko war mit dabei, Kabarett-Ikone Lisa Fitz und Antonia von Romatowski, die nicht nur Kanzlerin Angela Merkel mimte, sondern auch AfD-Chefin Frauke Petry und Linke-Chefin Sahra Wagenknecht. NDR-Redakteur Stephan Fritzsche schlüpfte in die Rolle von Oberpfleger Fritzschensen, der sich um den auf der „Intensiv-Station“ liegenden bayrischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer kümmerte. Der hatte jedoch eine Obergrenze für sein Krankenzimmer eingeführt.

Weiterhin präsentierte Fritzsche die „Tönende Wochenschau“ im Stil der 50er-Jahre mit kuriosen O-Tönen zu aktuellen Geschehnissen aus Politik, Wirtschaft und Showbusiness. Gegen 22 Uhr wurden Show und Aufzeichnung mit Deutschlands neuer Nationalhymne mit dem Titel „Wir schaffen das“ beendet, dargeboten von Antonia von Romatowski als Bundeskanzlerin. Den Hintergrundgesang übernahmen der Moderator und die Gäste des Abends.

Das Publikum spendete wie geprobt tosenden Applaus. Es war bereits das vierte Mal, dass die „Intensiv-Station“ in Neumünster aufgezeichnet wurde. NDR-Info hatte die Radiosendung bereits gestern Abend ausgestrahlt. Im NDR-Fernsehen ist die „Intensiv-Station“ am Donnerstag, 7. April, ab 23.30 Uhr zu sehen.

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