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Holsteinischer Courier

12. Dezember 2017 | 13:31 Uhr

Das teuerste Grundstück der Stadt

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Das ehemalige Kirchenkreisjugendheim am Einfelder See soll verkauft werden / Mindestens 150 Euro pro Quadratmeter muss es bringen

shz.de von
erstellt am 21.Aug.2013 | 00:34 Uhr

Die Stadt will das Grundstück mit dem früheren Kirchenkreisjugendheim am Seekamp 18/18a zu Geld machen. Bei dem rund 6000 Quadratmeter großen Areal in bester Villenlage am Einfelder See geht es ihr aber nicht nur um einen möglichst hohen Verkaufspreis von mindestens 150 Euro pro Quadratmeter. Es ist wohl derzeit das teuerste Grundstück der ganzen Stadt.

„Wir legen sehr viel Wert auf eine gute Architektur. Das sind mit die letzten Filet-Grundstücke in Neumünster“, sagte Stadtplaner Bernd Heilmann auf Courier-Anfrage. Die Stadt möchte die Vergabe mit einem kombinierten Architektur- und Investorenwettbewerb verbinden. Interessenten sollen daher nicht nur ihr Preisangebot, sondern auch einen Architekturentwurf abgeben. Letzterer solle bei einer Bewertung mit 45 Prozent, der Kaufpreis mit 55 Prozent gewichtet werden.

Ein solches Verfahren wurde „bisher in Neumünster kaum praktiziert, ist aber in anderen Städten mit erhöhten Grundstücksnachfragen durchaus üblich“, heißt es im Verwaltungsantrag für die Ratsversammlung. Das Bebauungskonzept der Stadtplanung sieht eine Dreiteilung des Grundstücks vor. Das Baufeld 3 im Osten ist mit 3080 Quadratmetern das größte und wird für eine Bebauung mit einer Eigentums- oder Mietwohnungsanlage mit höchstens zwei Vollgeschossen vorgeschlagen. Die Stadt geht davon aus, dass das ehemalige Jugendheim und die Hausmeisterwohnung dafür abgerissen werden.

Für die beiden anderen westlich anschließenden Baufelder mit 1375 und 1555 Quadratmetern Fläche schlägt die Verwaltung eine kleinere Eigentumsanlage, alternativ auch eine Bebauung mit Villen oder einem Doppelhaus vor. Alle drei Vergabeverfahren sollten getrennt und mit einem Abstand von mindestens einem Jahr gestartet werden. Anfangen will die Stadt mit dem größten Teilgrundstück. Nachbarn wie die direkten Anlieger Dorit und Hans Hartz haben Sorge vor einer „massiven Bebauung mit einer starken Bodenversiegelung“. In der Umgebung gebe es nur Einfamilienhäuser, lautet ihr Einwand.

Dem entgegnet Stadtplaner Heilmann: „In der Umgebung gibt es auch zweigeschossige Villen.“ Die Planung mit genau vorgeschriebenen Baufeldern sei „sehr maßvoll“. Nach dem Entwurf der Verwaltung darf nur innerhalb einer bestimmten Fläche von 20 beziehungsweise 30 Prozent des Grundstücks gebaut werden. Dabei werde Rücksicht auf die bestehende Bebauung und auf die charakteristische Baumkulisse zum Seekamp und zum Einfelder See genommen.

„Der parkähnliche Gesamtcharakter muss erhalten werden“, betonte auch Heinrich Kautzky vom Fachdienst Natur und Umwelt. Dieser plant auch eine Bestandsuntersuchung der hier gesichteten Fledermausarten. Je nachdem, ob es sich um ein Jagd- oder Brutrevier handele, seien Schutz- oder Ersatzmaßnahmen nötig.

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