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Rätsel gelöst : Das Taufkleid ist wieder zurück in der Familie

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Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Sechs Jahre lang bewahrte die Stickerei Walter in der Gartenstadt ein Taufkleid auf, das nicht abgeholt wurde. Jetzt meldete sich der Besitzer.

Neumünster | Als Helga Rinne am Dienstagmorgen am Frühstückstisch saß und den Courier aufschlug, traute sie ihren Augen nicht. Auf einem großen Foto im Lokalteil erblickte sie ein weißes Taufkleid. „Ich wurde sofort stutzig, weil es unserem Familienerbstück sehr ähnlich sah“, erinnert sie sich. Als sie den Artikel las und die Namen ihrer Kinder und Enkel entdeckte, schlug die Verwunderung in Freude um.

2008 hatte Helga Rinne das Kleid in der Stickerei Walter abgegeben, um nach der Taufe ihres Enkels Theodor Maximilian dessen Namen einsticken zu lassen. Was dann passierte, kann sie sich im Nachhinein auch nicht recht erklären. „Ich habe damals keinen Schein bekommen und schlicht und ergreifend vergessen, das Kleid wieder abzuholen“, erklärt sie belustigt.

Der Courier-Artikel schlug unterdessen nicht nur in Neumünster hohe Wellen. Helga Rinnes Sohn Bernd Mathias, der inzwischen in Wien lebt, entdeckte den Bericht im Internet und setzte sich umgehend mit seiner Mutter in Verbindung. Auch Nachbarn meldeten sich bei der Familie, um auf das verschollene Kleid hinzuweisen.

Noch am gleichen Tag machte sich die 71-Jährige auf den Weg in die Stickerei, um das Erbstück wieder abzuholen. „Alle in der Familie sind sehr glücklich, dass das Kleid wieder da ist“, sagt sie .

Und auch bei Helga Walter, Seniorchefin der Stickerei, ist die Erleichterung groß: „Wir freuen uns sehr, dass das Kleid wieder da ist, wo es hingehört. Es war ein merkwürdiges Gefühl, so viele Jahre im Besitz fremden Eigentums zu sein.“

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erstellt am 28.Feb.2014 | 08:30 Uhr

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