Spieleabend : „Das Spiel des Jahres ist nicht immer das beste“

Edwina Wagner (20) lässt sich ausnahmsweise mal in die Karten schauen: Die Elly-Heuss-Knapp-Schülerin findet viel Gefallen am pfiffigen Kartenspiel „Love Letters“ .
1 von 2
Edwina Wagner (20) lässt sich ausnahmsweise mal in die Karten schauen: Die Elly-Heuss-Knapp-Schülerin findet viel Gefallen am pfiffigen Kartenspiel „Love Letters“ .

Junge Erzieher der Elly Heuss-Knapp-Schule machen sich für das Brettspiel stark / Beim Spieleabend gab es viele Tipps für Interessierte

shz.de von
21. Januar 2015, 12:00 Uhr

Neumünster | Brettspiele machen Spaß, fördern die Kommunakation und lehren, dass man im Leben nicht nur gewinnen kann. Angehende Erzieher der Elly-Heuss-Knapp-Schule, die sich auch beruflich mit dem Spiel auseinandersetzen, haben sich vorgenommen, das Brettspiel wieder gesellschftsfähig zu machen. Am vergangenen Montag luden sie dazu zu einem offenen Brettspielabend in das Gemeinschaftshaus an der Domagkstraße ein.

In gemütlicher Atmosphäre hatten die Schüler ausgewählte Spiele auf zwölf Tischen aufgebaut, so dass die Besucher sich einen Eindruck verschaffen und nach Belieben niederlassen konnten. „Jeder soll die Möglichkeit haben, viele aktuelle Spiele auszuprobieren. Spiele sind ja auch teuer, so kann man sich vor dem Kauf entscheiden. Die Auszeichnung „Spiel des Jahres“ bedeutet nicht, dass es auch allen gleich gut gefällt“, erklärte Jana Lira die Hintergrundidee. „Außerdem geht es heute Abend auch um Geselligkeit“, fügte Edwina Wagner hinzu. 18 Schüler haben in der Vorbereitung jeweils ein Spiel durchgespielt und bewertet. „Mir war wichtig, dass man es mit mehr als vier Leuten spielen kann. Auch der Spaßfaktor war ein Gesichtspunkt, Strategie war zweitrangig“, beschrieb Edwina ihre Kriterien. „Stabiles Material, einfacher Aufbau, ein ansprechendes Äußeres und eine verständliche Anleitung waren mir wichtig“, sagte Jana Lira.

„Splendor“ war einer der Favoriten unter den Schülern, Dominik Heymann beschrieb es so : „Gefordert wird viel Taktik, es ist leicht zu verstehen, die Runden sind mit 25 Minuten Dauer zügig, und jede Runde ist anders. Es macht Spaß.“

Besucherin Christel Hansen war mit ihrer Freundin gekommen, um „einfach zu spielen. Ich mache das sehr gerne, aber zu Hause fehlt manchmal die Zeit dazu.“ Zusammen mit den Besuchern Till Rathke, Marco Stutzke und der Mitorganisatorin Johanna Seck hat sie am „Love-Letters-Turnier“ teilgenommen.

Das ansprechend bedruckte Kartenspiel um Zofen, Barone und eine Prinzessin fand nicht nur bei den Veranstaltern viel Lob. „Wirklich empfehlenswert. Mit so einem Spiel bekommt man auch Nicht-Spieler an den Tisch“, urteilte Marco Stutzke.

zur Startseite
Karte

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen