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Holsteinischer Courier

17. Dezember 2017 | 05:37 Uhr

Grossenaspe : „Das sind wichtige Momente“

vom
Aus der Redaktion des Holsteinischen Couriers

Anke Dieterle-Meiller und Frank Meiller sorgten mit ihren Kindern für ein Familienkonzert der Extraklasse.

Grossenaspe | Eine musikalische Familie gab am Sonnabend in der Großenasper Katharinenkirche ein beeindruckendes Kammerkonzert. Das Ehepaar Anke Dieterle-Meiller und Frank Meiller begeisterte gemeinsam mit seinen Kindern Isabelle (24), Hannah (15), Rahel (13) und Ruben (11) die 130 Gäste der Veranstaltung im zehnten Orgelzyklus. Die Diplom-Pianistin Yun Xu bereicherte die Künstlerfamilie mit ihrem Talent am Klavier.

Bunt wie die Familie war auch das Programm: Es gab Sakrales von Johann Sebastian Bach, dessen von Frank Meiller umgeschriebenes Stück „Lobt Gott, ihr Christen allzugleich“ das Konzert einführte und beendete. Einen ganz starken Auftritt hatte der Jüngste der Familie: Ohne Noten abzulesen, holte Ruben aus seinem Cello mit sicherer Hand und energischem Strich bei Gabriel Faurés „Élégie“ die tiefsten Töne heraus und erntete einen kräftigen Applaus. Wunderschön harmonierten Anke Meiller am Cello mit ihrem Ehemann und Yun Xu am Klavier bei den als untanzbar geltenden Tangos von Astor Piazzolla. Aber auch Zeitgenössisches hatten die Meillers im Instrumentenkoffer: Erst sang Isabelle Meiller von Adele „When we were young“, dann präsentierte sie ihren selbstgeschriebenen Song „I need you here“, den Mutter Anke am Cello begleitete. Die Abendmeditationen aus den „Lieder zum Tage“, komponiert vom Orgelzyklus-Begründer Ernst-Ulrich von Kameke, bereiteten das Ende des Konzerts vor.

Besucherin Annelie Oppermann aus Wiemersdorf war ganz begeistert: „Ich bewundere die musikalische Einheit der Familie und die Ausdauer, die insbesondere die Kinder beweisen.“ Vater Frank Meiller konnte das bestätigen: „Gemeinsames Musizieren und insbesondere solche Auftritte sind eine Bereicherung für uns. Das sind wichtige Momente.“ Im Alter von je vier Jahren haben die Eltern ihren Nachwuchs an die Instrumente herangeführt, Ruben hat schon als Dreieinhalbjähriger auf der Geige gefiedelt. „Mit vier Jahren habe ich mich aber für das Cello entschieden, ich mag seinen tiefen, durchdringenden Klang. Außerdem finde ich, dass es manchmal wie ein Cembalo klingt, und das mag ich sehr gerne“, sagte Ruben, der noch am Abend zuvor einen Auftritt im Musical „Liebe stirbt nie“ hatte, bei dem er singt. Zurzeit bereitet sich Ruben auf den Landeswettbewerb für Jugend musiziert in Hamburg vor. „Ich übe aber sowieso täglich zwischen einer halben und eineinhalb Stunden“, sagte er. Sein Lieblingsmusiker ist der lettische Cellist Mischa Maisky. „Ansonsten mag ich besonders die Suiten von Bach“, meinte Ruben. „Ein gemeinsamer Auftritt macht uns nicht nur Spaß, sondern auch ganz stolz auf unsere Kinder“, sagte Frank Meiller.

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